Ciudad del Este: Mitglieder einer lokalen Bürgerwehr haben im Ortsteil San Isidro der Kolonie Chino Kue (Distrikt Itakyry, Departement Alto Paraná) drei Männer festgenommen. Den Verdächtigen wird die Schändung von Gräbern auf dem örtlichen Friedhof vorgeworfen.
Bevor die Bürger die Beschuldigten der Polizei übergaben, wurden die Männer gewaltsam kahl rasiert, um ein Geständnis zu erzwingen – wie von Anwohnern verbreitete Videos belegen.
Wiederholte Vandalismusakte und Totenruhestörung
Die Tatverdacht betrifft das Delikt der Störung der Totenruhe. Der Vorsitzende der Sicherheitskommission, Eligio Ramón Marecos Cardozo (48), erklärte, dass die Gruppe die Verdächtigen bereits länger im Visier hatte.
-Ausmaß der Taten: Laut Anwohnern beschränkte sich die Gruppe nicht auf Sachbeschädigungen. Neben dem Einschlagen von Scheiben sollen die Verdächtigen wiederholt Schädel aus Gräbern entwendet und auf die Straße geworfen haben.
-Hintergrund: Den Festgenommenen werden zudem Diebstähle in der Nachbarschaft zur Last gelegt. Es handele sich um drogenabhängige Personen; bei dem Zugriff wurden Marihuanablätter in ihren Taschen sichergestellt.
Festnahme und Übergabe an die Behörden
Der Zugriff erfolgte gestern Nachmittag, als die drei Männer im Alter von 19, 20 und 22 Jahren aus der Siedlung Paraguay Pyahu erneut auf den Friedhof zurückkehrten, nachdem sie bereits in der Nacht zuvor eine Grabstätte beschädigt haben sollen. Zunächst überwältigte die Bürgerwehr einen Verdächtigen, der im Anschluss seine beiden Komplizen verriet.
Nach der eigenmächtigen Festhaltung und der erzwungenen Rasur wurden die Beschuldigten den Beamten der Polizeidienststelle Nr. 7 überstellt. Der zuständige Staatsanwalt Fernando Galeano aus Minga Porã ordnete die Verbleib der Festgenommenen im Gewahrsam der Polizei an und leitete das Ermittlungsverfahren ein.
Wochenblatt / La Nación















