Steigende Meere, steigende Niederschläge in Paraguay

Wissenschaftler haben ihre Aussagen und Berechnungen korrigiert, wie im 20. Jahrhundert die Weltmeere angestiegen sind, und zwar nach unten. Dies macht zwar nur einige Zentimeter zwischen 1901 und 1990 aus, aber immerhin.

Klimaforscher haben den Anstieg des Meeresspiegels im 20. Jahrhundert womöglich überschätzt. Statt 1,5 oder 1,9 Millimeter pro Jahr seien die Ozeane im Mittel nur um 1,2 Millimeter jährlich angestiegen, besagt eine Analyse von Forschern der Harvard- und der Rutgers-Universität. Das macht über die Jahre von 1901 bis 1990 einige Zentimeter aus (Nature online).

Die Korrektur stellt aber keinen Beinbruch für die Wissenschaftler dar. Messwerte Hunderter Pegel zu einer Zahl zusammenzufassen, ist sehr schwierig. Es gibt viele Parameter, die Lücken aufweisen und regionale Besonderheiten. Das zwingt Forscher zu komplizierter Statistik, die Autoren der Studie verwenden ein Verfahren, das die Daten glättet und Ausreißern wenig Bedeutung zumisst. „Die Wahrheit ist bisher nicht zu ermitteln”, sagte Stefan Rahmstorf vom Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung. Wichtig sei aber, dass alle Kurven zum Meeresspiegelanstieg – mit der neuen Auswertung sind es sieben – im Großen und Ganzen einen ähnlichen Verlauf zeigten.

Das langsamere Wachstum im vergangenen Jahrhundert erleichtert zudem die Lösung eines Rätsels: Rechnerisch hätten die Beiträge von schmelzendem Eis und dem sich damit verbundenen thermisch ausdehnenden Wasser in der betrachteten Periode eine Anstiegsrate ergeben, die etwa ein Drittel unter den Messungen lag. Diese Diskrepanz hat sich nun deutlich verringert. Die Autoren der neuen Studie bestätigen indes, dass die Meere seit 1993 schneller ansteigen, mittlerweile um drei Millimeter im Jahr.

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In Paraguay hatten wir letztes Jahr Spitzenwerte bei den Niederschlagsmengen, ob dies nun mit dem El Niño Effekt zusammenhängt, sei dahingestellt. Helmut Bauer, aus der Kolonie Carlos Pfannl, in der Zone Guairá, hat dem Wochenblatt freundlicherweise seine Aufzeichnungen, die oberhalb eingefügt sind, über die täglichen Niederschlagsmengen zur Verfügung gestellt, die Grafiken zeigen tägliche sowie monatliche Niederschläge und dann unten die kumulierte Jahresmenge. Dies soll keine landesweite Aussagekraft haben, es sind nur Werte, bezogen auf eine Region in Paraguay. In den Bundesländern Boquerón, Misiones oder anderswo fallen diese sicherlich ganz anders aus.

Die Werte dienen nur als Beispiel, interessant ist jedoch der signifikante Anstieg aus dem Jahr 2013 gegenüber dem Jahr 2014, hier haben wir eine Steigerung um fast 700 mm, das sind mehr als 40%. Das letzte Bild aus der Kolonie Sudetia, freundlicherweise von Erwin Stock zur Verfügung gestellt, bestätigt die Werte aus der Kolonie Carlos Pfannl, nachdem aber hier ein längerer Aufzeichnungszeitraum zur Verfügung stand, lässt sich genauer ableiten: Das Jahr 2014 hatte die höchste Niederschlagsmenge der letzten 8 Jahre in dieser Region Paraguays.

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Wie schon erwähnt, kann man daraus keine generellen Schlüsse ableiten, es soll als Information dienen, zum Nachdenken anregen und als Vergleich zu anderen Kontinenten dienen, in Deutschland, laut Spektrum.de, ist die durchschnittliche Jahresmenge 750 L pro Quadratmeter.

Quellen: Spektrum.de / Nature online, Foto: Wieschendahl

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4 Kommentare zu “Steigende Meere, steigende Niederschläge in Paraguay

    1. Ich habs probiert – es geht!
      Habe einen Blumentopf eingegraben, einen Draht reingelegt und einen Metallbleistift in das Loch in der Mitte gesteckt. Und als ich mit der Gießkanne darüber gegossen habe, war Wasser im Topf.
      Unfassbar. Der Mann ist unglaublich und braucht einen Friedensnobelpreis, so wie Obama ;-(
      Und das ganze hat gleich noch einen zweiten Effekt: Der Bleistift fing doch an zu rosten. Also könnte man das System nehmen, um Altautos komplett zu entsorgen….
      Ist doch toll, was man mit Halbwahrheiten, Halbwissen etc. alles bewirken kann. Harp und Chemtrails waren auch sehr schön…..
      Desert Greening gibt es wirklich und umfasst zahlreiche – wissenschaftliche – Methoden der Gewinnung, Speicherung von Wasser usw usw.

      1. Genau so sehe ich das auch 😉

        Jeder halbwegs Gebildete (Phyisker oder Chemiker) lacht sich bei diesem Unsinn halbtot.

        Man muss nur ausreichend Hokospokus machen und die Leute fressen einem aus der Hand – das ist aber schon seit Tausenden von Jahren so.
        Wie sonst konnte beispielsweise die Kirche das werden, was sie heute ist.
        Ich bin sicher, die netten Herren in dem Video verdienen mit dieser Masche – der Pseudowisschenschaftler und der “Publizist mit eigener TV-Produktion” sich dumm und dämlich. Es muss nur ausreichend “Jünger” geben, die ihnen zujubeln (und zahlen).

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