Mennoniten von einem Mann erpresst, der sich als EPP Mitglied ausgab

Maracaná: Bei einer Operation in Canindeyú wurde ein als Fidencio León Chávez identifizierter Mann festgenommen, der angeblich Mennoniten erpresst hatte und sich als Mitglied der paraguayischen Volksarmee (EPP) ausgab.

Der Staatsanwalt Joel Cazal bestätigte, dass Chávez bereits wegen Erpressung, Zwang und Bildung einer kriminellen Vereinigung angeklagt ist.

Cazal ermittelt gegen Chávez, der offenbar Geld von Landwirten und Genossenschaftsmitgliedern verlangte. Dieser Mann, der in der Gegend von der Kolonie Nueva Durango im Bezirk Maracaná, Departement Canindeyú, wohnt, sandte angeblich Erpresserschreiben an die Mennoniten und unterschrieb als Mitglied der EPP.

In den Dokumenten forderte er die Mennoniten auf, ihm eine “revolutionäre Steuer” zu zahlen und drohte, dass sie im Falle einer Nichteinhaltung entführt würden.

Ein Opfer aus der Kolonie Nueva Durango reichte am 25. September eine Anzeige ein.

Seinem Bericht zufolge erhielt ein anderer Mann, der als Jacob Redecopp Bartsch identifiziert wurde, bei sich zu Hause ein Schreiben mit dem Briefkopf und dem EPP-Logo. Es seien zwei Männer auf einem Motorrad und mit Helmen gewesen, die das Dokument abgegeben hätten, erklärte er.

In dem Schreiben wurde eine revolutionäre Steuer gefordert. Weiter hieß es, dass man den Betrag mitteilen würde, der bei einem Telefonanruf zu zahlen sei, und im Falle der Nichteinhaltung der Anforderungen “würden sie Gemeindevorsteher der Kolonie entführen und Maschinen verbrennen”.

Bartsch erhielt einen Anruf von jemandem, der sich als Mitglied der EPP ausgab, aber dann unterbrochen wurde. Später kam eine Nachricht: “Ich gebe Ihnen 5 Minuten, um Sie erneut anzurufen oder das wird Konsequenzen haben”, und die Person rief wieder an, aber Bartsch nahm das Gespräch nicht entgegen.

Staatsanwalt Cazal beschlagnahmte im Haus von Chávez vier Handys und das Erpresserschreiben, in der die bereits berichteten Anforderungen zu lesen waren. In der Notiz heißt es, dass jeder Kontakt mit der Polizei oder dem Militär verboten sei.

Nach seiner Festnahme wurde der Mann auf die Polizeistation in Curuguaty gebracht und steht der Staatsanwaltschaft zur Verfügung.

In den letzten Monaten wurden mehrere Personen verhaftet, weil sie versucht hatten, Geld zu erpressen, indem sie sich als Mitglieder der EPP ausgaben und dabei die Entführung des ehemaligen Vizepräsidenten Óscar Denis nutzten.

Wochenblatt / Ultima Hora

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1 Kommentar zu “Mennoniten von einem Mann erpresst, der sich als EPP Mitglied ausgab

  1. Da wird die EPP wohl zukünftig Dienstausweise fuer ihre Mitglieder ausgeben? Ist das eigentlich Amtsanmassung, wenn sich jemand als systemrelevanter Terrorist ausgibt aber nur ein einfacher Tagedieb ist?

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