Mennonitische Bauern in Canindeyú fordern mehr Sicherheit

Nueva Durango: Mennonitische Produzenten der Kolonie Nueva Durango, Curuguaty, trafen sich heute, um ihre Besorgnis wegen der passierten Viehdiebstähle und Drohungen zum Ausdruck zu bringen.

In der vergangenen Woche wurden 53 Rinder aus dem Besitz des Mennoniten Peter Redecop gestohlen, die nach intensiver Verfolgung glücklicherweise fast komplett zurückgewonnen werden konnten. Die Hilfe der Vereinigung der landwirtschaftlichen Produzenten von Canindeyú (APADEC) war dabei unerlässlich. Von 53 geraubten Rindern wurden 49 auf dem Grundstück von Enrique Solís in Yasy Cañy wiedergefunden.

Die Staatsanwaltschaft von Curuguaty, repräsentiert von Ninfa Aguilar realisierte zwei Durchsuchungen, um die Tiere des Mennoniten wieder zu beschaffen.

Auf Grund von stetigen Drohungen die gegen die Züchter aus Nueva Durando gerichtet sind, fand das heutige Treffen statt. Zu dem Meinungsaustausch kam die Staatsanwältin, Mitglieder der APADEC sowie geschädigte Kolonisten.

Bei dieser Gelegenheit erklärten die Mennoniten, dass die Diebe von Politikern der Zone geschützt werden. Peter Redecop denunzierte auch diverse Morddrohungen, die er nach der Zurückgewinnung seines Viehbestandes erhalten hat. Anstifter dieser ungesetzlichen Anrufe seien die Gebrüder Isasi, wohnhaft in Capitán Bado, Amambay.

Pío Ramírez, Vorsitzender der APADEC, erklärte zudem, dass Drohungen ihm persönlcih in seinem Wohnhaus ausgesprochen wurden. Die Staatsanwalzschaft wurde hierbei um aktive Mithilfe geboten.

Die Staatsanwaltschaft für ihren Teil wird die Untersuchungen weiter vertiefen um herauszufinden wer hinter den Drohungen steckt.

(Wochenblatt / Abc)

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4 Kommentare zu “Mennonitische Bauern in Canindeyú fordern mehr Sicherheit

  1. Mich würde es noch Wunder nehmen, ob Enrique Solís aus Yasy Cañy, auf welchem Grundstück 49 der 53 gestohlenen Rindern wiedergefunden worden seien, sich dafür auch juristisch verantworten muss? Natürlich sind die Rinder gemäss seinen Angaben von alleine auf sein Grundstück gelaufen. Zu beweisen ist dem werten Mann wohl nichts anderes.
    Das sind ja noch Zustände wie vor 200 Jahren in den USA hier in Paraguay, hoffentlich dauert es aber nicht 200 Jahre bis in diesem Land die Zivilisation Einzug erhält. Angekommen scheint sie aber noch nicht zu sein.

  2. —————-Duldung von Diebstahl—————-
    Ein aufblühender Staat kann auf Dauer nur funktionieren, wenn die eigene Verfassung respektiert wird. Als Kontrollorganen gibt es die 3 staatlichen Gewalten.
    Herr Lugo an der Spitze dürfte das wissen. Leider kocht er sein eigenes Süppchen wie gehabt nach Landesart.

    Die sogenannte Demokratie wird nach den politischen Vorstellungen des Herrn Lugo ausgeübt zur Machtsicherung gewisser Strohmänner in seinem Schattenbereich.

    Zurück zum Thema: Diese momentane Duldung von Diebstahl, des Privateigentums, durch die Behörden ist ein himmelschreiender Jammer und zeigt auf, dass wir augenblicklich in einer Art Bananenrepublik leben. Eine Agrarreform darf so nicht durchgeführt werden.

    Lugo, Lugo! Sie als ex Geistlicher müssten es wissen, dass die katholische Kirche durch ihre Glaubenswächter auf Kurs gehalten werden. Ebenso sie, als weltlicher Wächter, sollten die 3 staatlichen Gewalten nicht zum Entgleisen bringen■

  3. Investieren in Paraguay tun wohl nur noch Firmen und Staaten ohne Moral und weil ihre „Investitionen“ woanders verboten sind: Gentechfirmen und CIA-Folter-Gefängnisse.
    Die Weitsicht einiger Politiker scheint nicht über ihre Amtsperiode hinauszugehen, was mich bei ex-Mitgliedern von Männernvereinen wie dem Militär (Diktatoren) und der Kirche auch wenig in Erstaunen versetzt. Kein Mensch will den Gentech-Mist, trotzdem wird er in Paraguay in Massen angebaut.
    Der Eid der Politiker, das Beste für Ihre Land zu tun, ist bei Amtsübernahme nicht mal die Nahrung wert, welche diese heisse Luft produziert.

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