Messer’s Wunschzettel

Asunción: Dario Messer wird international mit Haftbefehl gesucht und seine Anwältin beklagt sich über die fehlende Objektivität der Staatsanwaltschaft. Messer’s Anwalt droht der Staatsanwaltschaft weil angeblich alle Rechte seines Mandanten verletzt wurden.

Dank Warnung von einflussreichen Freunden aus der Regierung floh Darío Messer zwei Tage bevor man ihn zu Hause im Paraná Country Club in Hernandarias verhaften konnte. Jetzt beklagen seine Anwälte, dass es der Staatsanwaltschaft an Objektivität fehlen würde. Aus diesem Grunde würde sich Messer nicht der Justiz stellen, sagte seine Anwältin María Leticia Bóveda (links im Beitragsbild), die eine Vollmacht, unterzeichnet im November 2018 in Paraguay, eingereicht hatte. Die Voreingenommenheit gegen Messer, ihn nicht als unschuldig anzusehen, rührt vermutlich durch die Verstrickung in den Lava Jato Skandal, in dem nachgewiesen wurde, dass er wenigstens 1,6 Milliarden US-Dollar aus Schmiergeldzahlungen wusch.

Sein Anwalt Rodrigo Galeano (rechts im Beitragsbild) fordert zudem eine Staatsanwältin nach Messer’s Maß (auf keinen Fall René Fernández), die mit dem Fall betraut werden soll. Sicherlich folgt dieser Forderung auch noch die Bitte den Ort für den Hausarrest selbst bestimmen zu dürfen, bis der Fall, wie üblich in Paraguay, eingestellt wird, ganz ohne Auslieferung des Angeklagten.

Die fehlende Berichterstattung zu dem Thema in den Cartes Medien zeigt wieder einmal, dass Messer weiter Protektion genießt und nicht ans Kreuz genagelt wird.

Wochenblatt / Abc Color / Última Horá

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4 Kommentare zu “Messer’s Wunschzettel

  1. Wow, einem paraguayschen Anwalt hätte ich nicht zugetraut wissen zu können, ihn nicht als unschuldig anzusehen, vermutlich durch die Verstrickung in den Lava Jato Skandal, in dem nachgewiesen wurde, dass er wenigstens 1,6 Milliarden US-Dollar aus Schmiergeldzahlungen wusch.
    Dieser Logik nach müsste man Dario Messer als unschuldig betrachten (was er von der Justiz auch zweifellos wird bis seine Schuld bewiesen ist, man hat aber trotzdem ein oder zwei Fragen an ihn zu richten).
    Vielleicht sollte man diese paraguayschen Anwälte nochmals ihr 1. Semester repetieren lassen, damit sie wissen können, dass man bei einer Gerichtsvorladung trotzdem zu erscheinen hat, auch wenn man soo unschuldig ist, dass man es vorzieht sich zu verstecken.

  2. naja bis zum november 2018 konnte man demHr. Messer ja leider keine Vorladung schicken, da ja untergetaucht … aber jetzt wo es eine „Vollmacht“ gibt geht das ganz einfach, wobei der effekt der gleiche bleibt, es wird ein haftbefehl bei nicht erscheinen ausgestellt zu dem den er jetzt eh schon hat, also genau NULL wert aber hauptsache die justiz freut sich einen weiteren befehl zu haben der leider irgendwan in den reißwolf kommt weil er verjährt ….

  3. Die paraguayische Logik ist durch nichts zu überbieten. Hier wird alles zurecht geboten bis zum Erbrechen.

  4. Eine Komödie in einem 3.Welt-Land. Alle hier beteiligten machen sich zutiefst lächerlich. Von Messers Anwälten bis zum Staatsanwalt bis zu den Polizisten, die angeblich eifrig nach Messer suchen.
    Da wird noch Theater gemacht, weil noch nicht alle Beteiligten fürstlich bezahlt worden sind.