Migrantendrama in Chile

Santa Ana / Asunción: Wie auch in vielen anderen Fällen wurden ahnungslose Paraguayer auf der Suche nach würdiger Arbeit betrogen und mit dem Versprechen nichts für die Reise zahlen zu müssen nach Chile gelockt.

Auf einem Weingut angekommen, fanden sie sich unter Landsleuten, in der Mehrheit aus der Provinz Alto Paraná wieder. Die Abreise aus Paraguay verlief über die argentinische Grenzstadt Puerto Iguazú. Die menschunwürdigen Bedingungen, 14 Stunden tägliche Arbeit und Bezahlung durch Verpflegung statt durch Geld hielt die paraguayische Gruppe davon ab zu flüchten.

Nach längerer Zeit trauten sich allerdings drei der gezwungen Arbeiter, Zunilda Rodríguez Herrera, Norma Mendoza und Gabriel Resquín Paniagua und flohen, glücklicherweise bis nach Paraguay, wo sie ihre Situation anzeigten.

Daraufhin schaltete sich die paraguayische Botschafterin in Chile, Terumi Matsuo ein und hielt eine Unterredung mit dem Geschäftsmann Francisco Javier Errazuriz und Julio Ibarra, Gouverneur der VI. Region Bernardo O’Higgins. Um die Ermittlungen nicht zu gefährden wurde der Ort an dem die sklavenähnliche Tätigkeit verrichtet wurde, ein Weingut in den Tälern von Cachapoal, nicht namentlich genannt.

Die chilenische Staatsanwaltschaft berät sich derzeit wann die 44 befreiten Paraguayer wieder in ihr Land zurückreisen dürfen, ohne genaue Angabe von Gründen.

(Wochenblatt / Abc)

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