Missbrauch beim Sojaanbau

Der Leiter der Nationalen Behörde für Qualität und Pflanzengesundheit (Senave), Regis Mereles, räumte ein, dass Landwirte Missbrauch beim Anbau der Sojabohnen betreiben, da sie über ihre Ländergrenzen hinaus pflanzen und zu jeder Zeit Spritzmittel ausbringen die Auswirkungen auf die menschlichen Siedlungen in deren Nähe hätten.

„Sie haben Rechte, keine Frage. Soja wurde plötzlich eine ehrgeizige Kultur, die Bauern überschreiten die Grenzen ihrer Ländereien und nutzen nun auch öffentliche Räume“, sagte Mereles in einem Interview mit dem Radiosender Kanal 100. Er gab zu, man habe eine gewisse öffentliche Verantwortung und versprach, mit den zuständigen Behörden zu reden und in entsprechenden Fällen zu handeln.

Diese Antwort gab er, nachdem Beschwerden eingingen, dass Soja an den Seitenrändern der Fernstraßen angebaut wird. „Diese Vorgehensweise ist neu“, stellte er fest, räumte aber ein, dass dadurch Unkraut vermieden werde, aber „diese Maßnahme ist nicht erlaubt, denn es dürfen keine Kulturpflanzen auf öffentlichen Strecken vorhanden sein“.

Er wiederholte, die Senave ist nicht der administrative Bereich, der dies begrenzen könne, er werde aber mit dem Ministerium für öffentliche Arbeiten (MOPC) sprechen, diese Institution kann das Vorgehen eindämmen. „Ich weiß nicht was und wie viel sie dulden, ich werde mit dem Minister Ramón Jiménez Gaona aufmerksam sprechen“, sagte Mereles.

Nach Angaben des Ministeriums für Landwirtschaft werden ca. drei Millionen Hektar Soja in Paraguay angepflanzt. Der Nationale Bauerverband (FNC) und andere Organisationen beklagen seit Jahren, dass Soja-Plantagen in der Nähe von Schulen und Häusern mit Chemikalien bespritzt werden, nun passiere dies auch direkt neben den öffentlichen Fernstraßen.

Quelle: ABC Color

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1 Kommentar zu “Missbrauch beim Sojaanbau

  1. Ja, das Stimmt auch fuer Itapua dass die Sojapflanzer ueber die Grenze raus Pflanzen, weil die Anwohner bis auf die Haustuer jeden Quadratmeter Land vermieten wo zum Sojaanbau sich eignet.
    Doch wenn dann der Sojapflanzer seine Soja spritzt weil er ja teure miete bezahlt ( bis 1500’000.- Guaranies pro Hektar) und auch was ernten will geht das Gejammer los.
    Umgekehrt kann man ja doch dem kleinen Landbesitzer auch nicht verbieten dass er sein Land vermietet.

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