Mit Geld geht nach wie vor alles: VIP-Gefängniszelle für Dalia López entdeckt

Während normale Gefangene im Departement Judicial der Polizei etwa zwei Wochen in Zellen untergebracht sind, wo 30 weitere Personen mit ihnen zusammenleben, hat die Frau, die über sechs Jahre sich vor der Polizei versteckte eine Sonderbehandlung bekommen. Mit Geld kann man vieles erklären.

Kommissar Marcelino Espinoza, Leiter der Ermittlungsabteilung der Nationalpolizei, bestätigte, dass die Einzelzelle von Dalia López durch „Verbesserungen“ aufgewertet wurde. Dazu gehörten die Sanierung des Badezimmers, die Installation einer Klimaanlage sowie eine Möblierung. Die Leiterin der Justizabteilung rechtfertigte dies mit „Menschlichkeit“, da die Inhaftierte unter verschiedenen gesundheitlichen Problemen leide.

Andere Inhaftierte leiden auch unter diversen Krankheiten, leider fehlt ihnen das Geld um eine Einzelzelle zu ergattern bzw. diese auszustatten. Soviel zur Gerechtigkeit hinter Gittern.

Die Leiterin der Justizabteilung für Frauen, in der Dalia López einsitzt, soll nun ihres Amtes enthoben werden. Dies folgt auf die Entdeckung der Anpassungen und Modernisierungen in der Zelle der Geschäftsfrau, die erst kürzlich nach sechs Jahren auf der Flucht festgenommen worden war.

Interne Ermittlungen eingeleitet

Kommissar Espinoza bestätigte die Feststellung der „Verbesserungen“ und erklärte, dass er die Suspendierung der Verantwortlichen für die Dauer der Untersuchung beantragen werde. Die Abteilung für Innere Angelegenheiten ist bereits dabei, alle Daten zu erfassen.

„Sie gab an, dass sie aus Menschlichkeit gehandelt habe, um das Leben einer kranken Person zu schützen. Obwohl der Aufenthalt nur vorübergehend sei, liege die Frau in unserer Verantwortung, und es wäre viel schlimmer, wenn sich ihr Zustand hier verschlechtern würde“, so der Kommissar über die Rechtfertigung der Abteilungsleiterin, der den Fakt anderer kranker Inhaftierter wieder vollkommen außer Acht lässt.

Die Ausstattung der „VIP-Zelle“

Zu den bestätigten Modernisierungen gehören:

-Vollständige Renovierung des Badezimmers
-Installation einer Klimaanlage
– Anschaffung eines Boxspringbetts (Sommier)
– Ein Laufband
– Ein Kleiderschrank sowie weitere Elektrogeräte

Nachdem die Vorwürfe überprüft worden waren, wurde die Leiterin der Dienststelle, Hauptkommissarin Nidia Martínez, auf Anordnung des Polizeikommandanten, Generalkommissar César Silguero, der gerade zu diesem Zeitpunkt sein Amt offiziell antrat, ihres Amtes enthoben. Angeblich sind 300 Millionen Guaranies Schmiergeld geflossen, um die Zelle nach den Wünschen der Insassin umbauen zu lassen.

Wochenblatt / Abc Color

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