Nach Landbesetzung bei Mennoniten bemerken Landlose den Schwindel

Colonia Sommerfeld: Einer der tausenden Menschen, die ein 21.000 Hektar großes Grundstück von insgesamt 100 Mennoniten besetzte, erkannte, dass man ihn nur Geld abnahm. Er gab enttäuscht auf.

Diego Adalberto Fleitas fiel auf die Versprechungen der Bauernvereinigung rein, sagte er als er sich von dem Grundstück in der Zone 3 de Noviembre entfernte und von der Polizei kontrolliert wurde. Er kam aus dem Bereich Campo 9 und zahlte für die zukünftige Parzelle.

“Ich bekam mit, dass wir verarscht werden und ziehe mich zurück. Ich gehe für immer. Ich musste bezahlen um herzukommen. Insgesamt habe ich 600.000 Guaranies bezahlt, für die Logistik und die Dokumente“, sagte er während eine Kamera lief.

Die Besetzung der Landfläche, die von der Bauernvereinigung MCP vorangetrieben wird ist illegal, da das Land vollständig tituliert und in den Händen von rund 100 Mennoniten ist, die darauf Landwirtschaft betreiben.

Fleitas sagte auch, dass eine interne Zählung rund 1.200 Familien registrierte. Die Bauernvereinigung hingegen hab an rund 2.000 Familien begünstigen zu wollen.

Wochenblatt / Abc Color

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9 Kommentare zu “Nach Landbesetzung bei Mennoniten bemerken Landlose den Schwindel

  1. Kein Problem. .alles wird ne räuber komune..jeder klaut beim Nachbarn und alle bilden ein Kreis. ..funktionierte bis aussenseiter kamen…aussenseiter verkomplizieren alles..

  2. Ja nur mit 10 Hektar kann er den Eigenbedarf decken für seine Familie aber was ist mit den Millionen von Stadtbewohnern???? Die können nur ernährt werden mit großen Zusammen hängenden Industriell genutzten Flächen.Das sind Wissenschaftliche Tatsachen. Mit den Pachten verhält es sich wie mit den Mieten ,was mir nicht gehört wird auch so behandelt ,wenn dann mangels Pflege die Erträge ausbleiben geht man vor anders hin. Was ist mit den 10 Hektar beim Tod des Familienoberhaupt wird es dann noch mehr zerstückelt???Die Weltbevölkerung nimmt leider zu und die Agrarflächen werden immer weniger wegen Umwelt und ausbleibenden Regen in vielen Regionen der Erde. Da ist jede Große Fläche die Industriell Landwirtschaftlich betrieben wird ein Segen. Es kann nicht jeder der möchte Land haben das geht nun einmal nicht. Hier sind nur Lösungen im Bereich zu entstehender Arbeitsplätze zu suchen. Wenn aber Gewerkschaften immer mehr fordern kann ein Land wie PY keine Industrie anlocken.

  3. Kurz gefast,schon mal ein Anfang der Besserung.Mit der Wahrheit kommt es dan vieleicht auch noch…Ist wohl nocht hoffnung Kuno.
    Die regierung hat dadurch kein problem doppelte Titel zu geben.Wer am meisten schreiht bekommt dan recht und das natürlich nicht ohne gegenleistung.

    1. Ja. Bietet der Regierung mal an dass ihr das Land dann weiterhin vom Staat pachtet. 10% der bruto Ernteertraege gehen dann als Pachtgeld direkt ans Finanzministerium oder an die Zentralbank als Pacht (+ alle anderen regulaeren Steuern). Glauben Sie mir, so haetten sie bald maechtige Beschuetzer und Sie koennten ja das tun was sie am besten koennen: arbeiten und produzieren – denn Bibelauslegen koennen sie nicht so gut.
      Bietet denen mal das an, mal sehen ob die nicht zum Pachtsystem umschwenken werden. Da kommen dann automatisch die Cascos Azules (vor denen hat der paraguayer schiss) und verjagen alle Stoerenfriede. Schlagt dem Praesidenten mal das vor.

  4. Ja Kuno, beim pachten einen Landstück, wer weis, ob nicht plötzlich einer vor der Tür mit einem neuen Pachvertrag steht und sagt, jetz hab ich dies Land gepachtet. In py könnte so etwas möglich sein.

    1. Der Staat sollte mit Pachtvertraege, sprich Lehen, eher ein Interesse an ehrlichkeit haben. Denn so wie dieses hat der Staat bald keine Laendereien mehr die er verkaufen koennte – er veraeussert ja sein eigenes Stammkapital. Sollte der Staats dann irgendwann in finanzielle Schieflage geraten, hat er keine Liegenschaften als Buergschaften die er veraeussern koennte (ich denk an die griechischen Inseln die Privatisiert wurden).

  5. Also das sind 21000 Ha die rund 100 Mennoniten gehoeren was dann 210 Ha pro Person machen. Wenns dann 2100 Familien waeren macht das 10 Ha fuer jede Familie. Das ist etwa die Flaeche die jede Lateinerfamilie zum Leben braucht mit Gemueseanbau.
    Also man darf dann bei Vorkasse im Wert von rund 250000 Gs Dokumente + 250000 Gs Logis + 100000 Gs Anreisekosten sich das Land erobern (wenn jeder total 600.000 Gs Vorkasse geleistet hat). Das erinnert an die Real Ordenanza die der Koenig von Spanien Kolumbus gab der ihm als Capitan Mayor de Todas las Americas einsetzte bei Erfolg. Vorkasse musste er selber leisten. Nachher wurde er schmaehlich betrogen und starb als gebrochener Mann. Eigentlich gehoert ganz spanisch Amerika den Nachfahren con Christoph Kolumbus.
    Das sind dann etwa 250000 Gs x 2100 Familienvertreter die Vorkasse geleistet haben = 525.000.000 Gs das die Betreiber dieser Landbesetzungen eingesackt haben fuer „Dokumentenbeschaffung“.
    Bei Erfolg werden diese Leute dann wieder einzeln in juristische Schikanen verwickelt die diese so langsam vertreiben oder in den Selbstmord treiben und dasselbe Land wird von neuem Tituliert.
    Die Loesung dieses INDERT Problems waere nur diese: die Lehensvergabe, d.h. langfristige verpachtung der Laendereien.
    Bei Verpachtung behaelt der Staat die Urkunden und so ist es auch kein Problem wenn er diese Laendereien an Mennoniten verpachtet. Das Pachtgeld haengt von der Ernte ab und der Bauer hat keine Anschaffungskosten fuer Laendereien. Man muesste alle Landverkaeufe von Staatslaendereien verbieten und vorherige rueckgaengig machen und bestehende bisherige Verkaeufe in Pachtvertraege umwandeln. So generiert der Staats einen staendigen Einkommensfluss anstatt die einmalige Pauschalsumme der Spottpreise fuer die Verkaeufe und hat einen Anreiz die Produktion zu foerdern und kann so auch mit reinem Gewissen die Laendereien an Mennoniten (den Produktivsten) verpachten. Das waere viel besser.
    Also keine Eigentumsvergabe mehr sondern nur Pachtvergabe. Die Mennoniten liefen gerade wegen des preussischen Pachtsystems weg – also die Habgier ist eigentlich die Grundlage der Ergatterung dieser und anderer Laendereien. Lasst die Mennoniten produzieren so viel sie wollen nur die Laendereien gehoeren dem Staat, Banken vergeben Kredite aufgrund Pachtvertraege und der Staat erhaelt das jaehrliche Pachtgeld anstatt dass die Beamten das Verkaufsgeld nur veruntreuen.
    So sollte es laufen. So laeuft es bei den Mennonitenkooperativen (nur ohne das Pachtgeld da der Nutzniesser das Land von der Kooperative mit einer Pauschalsumme schon gekauft hat. Die Urkunde beibehaelt aber weiterhin die Kooperative).
    Pachtwirtschaft ist allerdings zwischen den Mennoniten auch so mehr oder weniger zum Erliegen gekommen wegen dem generellen misstrauen und mangel an Kooperativismus so dass nur noch die Habgier (Landkauf, Land haben anstatt pachten) uebrigblieb.
    Langfristig pachten anstatt verkaufen ist die Devise. Das koennte sehr gut funktionieren auch fuer auslaendische Investoren wie z.B. Nick – deine Laender gehoeren nicht dir aber du darfst da sein auf Lebenslang mit Erbrecht. Musst dem Staat nur Prozente als Pacht fuer die Erzeugnisse abgeben + Steuern. So braeuchtest du dir das Land nicht kaufen aber es wuerde trotzdem entwickelt werden.
    Dem Staate gehoerte so weiterhin 100% der Landesflaeche.
    Althruismus versus Habgier.

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