Nenecho fordert Versteigerung von Grundstücken an der Costanera, „um Schulden zu bezahlen“

Asunción: Óscar Nenecho Rodríguez, der Bürgermeister von Asunción, hat eine Nachricht an den Stadtratsmitglieder geschickt, in der er darum bittet, die Versteigerung von Grundstücken in der Costanera Norte zu diskutieren. Laut Stadtrat Álvaro Grau (PPQ), „um Schulden und Gehaltskosten zu bezahlen“.

Das besagte Stadtratsmitglied veröffentlichte gestern in einem Post auf X das Dokument, mit dem der Bürgermeister Óscar Nenecho Rodríguez die Stadtverordneten aufforderte, seinen Vorschlag über die Spezifikationen und Bedingungen sowie die Anhänge 1 und 2 für die öffentliche Versteigerung von Grundstücken in der Costanera Norte von Asunción zu behandeln.

Es handelt sich um die Mitteilung Nr. 900/2024 der Stadtverwaltung vom 15. Oktober.

In einem weiteren Blatt, das Álvaro Grau in den sozialen Netzwerken geteilt hat, wird unter Punkt 19 die Verwendung der Gelder detailliert beschrieben, wobei festgelegt wird, dass der Erlös aus dem Verkauf der versteigerten Güter für folgende Ausgaben verwendet werden soll: Schuldendienst, Betriebskosten und Investitionskosten.

Nach Ansicht des Oppositionsratsmitglieds dient der Versteigerungsantrag dazu, „Schulden und Gehaltskosten zu bezahlen“. „Ich habe davor gewarnt, dass dies geschehen würde. Wir können diese Enteignung nicht zulassen“, schrieb er in seiner Veröffentlichung.

Nenecho dementierte Verkaufsabsichten von Grundstücken an der Costanera Norte

Ende März hatte der Bürgermeister selbst bestritten, dass er die Absicht habe, Grundstücke an der Costanera Norte zu verkaufen, was er schließlich am vergangenen Dienstag im Stadtrat beantragte.

Damals hatte er gesagt, es handele sich um „böswillige“ und „erfundene“ Informationen. In einem Interview mit Chaco Boreal versicherte er jedoch, dass es um die „Immobilienentwicklung in diesem Teil von Asunción“ gehe.

Bei dieser Gelegenheit erklärte er auch, dass man dabei sei, einen Master- und Managementplan für die Uferpromenade von Asunción fertig zu stellen, damit dort Restaurants, Erholungsgebiete, Unterhaltungsmöglichkeiten und Immobilienentwicklung entstehen könnten.

Einen Monat zuvor hatte der Stadtrat Álvaro Grau bereits angeprangert, dass Nenecho mit dem Verkauf der Grundstücke der Costanera Norte im Rahmen des Regulierungsplans für den Küstenstreifen eine Schuld in Höhe von 240 Milliarden Guaranies zu begleichen gedenkt.

Wochenblatt / Última Hora

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3 Kommentare zu “Nenecho fordert Versteigerung von Grundstücken an der Costanera, „um Schulden zu bezahlen“

  1. Albert Rotzbremsn

    Naja, vor über einem Jahr wurde Óscar Nenecho Rodríguez, der Bürgermeister von Asunción, angeklagt, weil er nicht erklären konnte, wo 750 Millionen US$ aus der Gemeindekasse geblieben sein könnten. Okay, das konnte er bis heute nicht. Trotzdem er zwischenzeitlich so ganz ohne UHaft Gelegenheit dazu gehabt hätte. Es hat aber mal gesagt, dass die fehlenden 750 Millionen US$ schon mal wieder auftauchen werden. In Müllabfackelluft aufgelöst haben sie sich wohl eher nicht. Demnach ist zu erwarten, dass mit dem „Erlös aus dem Verkauf der versteigerten Güter“ die 750 Millionen US$ wieder auftauchen werden. Okay, dann fehlt halt aus „Erlös aus dem Verkauf der versteigerten Güter“ 1,5 Milliarden US$. Aber auch für das wird er eine glaubhafte, überall akzeptierte, geniale Lösung finden. Ist ja auch ein Coloradopolitiker.

    1. Land Of Confusion

      Ich glaube es waren „nur“ 70 Millionen Dollarchen, aber Herr Nenecho tut so, als sei nix gewesen. So eine Aktion hätte in einem seriösen Land 70 Jahre Gefängnis gebracht, aber in Paraguay kann Herr Nenecho weiter seines Amtes mißbrauchen.

      Übrigens: Schön, dich wieder mal zu lesen. Diesen beißenden Spott hab ich hier vermisst.

      1. Albert Rotzbremsn

        Hi, MHP, immer noch gleiches Icon 🙂 Ach, nur 70 Mio. US$ nicht mehr auffindbar. Das geht ja noch 🙂
        Yupp, war mal wieder am Comments abseilen gewesen nach Langem, leider kannst du den Comment nicht lesen, den ich dir unter deinen Comment mit den geraubten 800 Mio. GS. der ANDE geschrieben haben, ergo schon wiede wech für ne lang Zeit, habe meine Zeit auch nicht gestohlen um Comments fürs Nirvana zu schreib. Auch schön, dass du noch am Ball bist und die Schattenseiten dieses Landes aufzeigst.