Mariano Roque Alonso: Manche behaupteten, das Taxigewerbe sei seit 2020, als die Plattform-Dienste massiv aufkamen, vom Aussterben bedroht. Doch laut Víctor Coronel Duarte, einem Arbeiter aus der Taxizunft, ist das ganz und gar nicht so. Der Taxifahrer versichert, dass er weiterhin Passagiere befördert – und das sogar mit mehr Garantie und Sicherheit. Er ist seit über 25 Jahren im Geschäft.
„Als das Thema mit den Plattformen gerade anfing, war die Konkurrenz härter und bedrohlicher. Aber es begann genau mit der Pandemie, und dadurch schien es, als ginge es für uns alle bergab. Es stimmt zwar, dass viele das Taxi aufgegeben haben, aber wir müssen uns keine Sorgen machen, denn wir haben eine feste Stammkundschaft“, sagt Duarte dazu.
„Die Leute lieben eine gute Behandlung, und da haben wir die Nase vorn. Wenn man mit dem Kunden am Ziel ankommt, wollen sie, dass man ihnen die Tür öffnet, mit dem Gepäck oder den Einkäufen hilft – genau da gewinnt man einen weiteren Fahrgast. Dieses Protokoll ist sehr wichtig“, fügte er hinzu.
„Hier in Mariano Roque Alonso haben wir zumindest Krankenhäuser in der Nähe, da haben wir viele Fahrgäste. Wie gesagt, ältere Menschen nutzen Taxis viel häufiger – um ihre Renten abzuholen, zum Supermarkt zu fahren oder für den Rückweg. Sie ziehen uns vor, sei es aus Gewohnheit oder Vertrauen. Selbst wenn sie mal einen Gegenstand verlieren, ist es bei uns garantiert, dass wir ihn auf jeden Fall zurückgeben“, erklärte er weiter.
Das tägliche Brot sichern
Duarte sagt auch, dass die Kundennachfrage stark schwankt, er aber einen Durchschnitt hält, mit dem er sein tägliche Brot sichert. „Es reicht immer zum Essen, ich beschwere mich nicht. Mit dem Taxi habe ich sogar meinen Kindern die Ausbildung ermöglicht; eine ist stolze Friseurin, eine andere Zahntechnikerin und die dritte hat ihre eigene Konditorei“, erinnerte er sich.
Als Anekdote erzählte er: „Einmal erwischte mich eine schlimme Sturzflut. Ich fuhr auf der Avenida España hinter einem Bus her, bis mein Auto plötzlich anfing zu schwimmen und mich wegtrieb. Ich geriet in Panik, ich hatte eine Passagierin dabei – und sie war es, die mich beruhigte.“
„Gott sei Dank bin ich gesund, weder Kälte noch Hitze machen mir etwas aus. Deshalb sage ich: Ich bin noch eine ganze Weile dabei“, betonte er abschließend.
Wochenblatt / Cronica















