Nur 0,3 % geimpft: Dramatisch niedrige Dengue-Impfquote in Itapúa

Encarnación: Zum Jahresende 2025 bleibt die Abdeckung mit dem Dengue-Impfstoff bei Kindern im Departement Itapúa extrem niedrig. Dies geht aus Daten des erweiterten Immunisierungsprogramms (PAI) hervor. Seit Beginn der Kampagne liegt die Beteiligung weit hinter den festgelegten Gesundheitszielen zurück.

Dr. Claudia Rodríguez, Regionalleiterin des PAI, berichtete, dass seit der Einführung des Impfstoffs lediglich 96 Dosen an Kinder verabreicht wurden. Sie erklärte, dass das vollständige Immunisierungsschema zwischen vier und fünf Dosen pro Person erfordert, was die tatsächliche Wirkung der bisherigen Impfungen erheblich einschränkt. In diesem Zusammenhang präzisierte sie, dass die effektive Abdeckung gerade einmal 0,3 % erreicht – ein Prozentsatz, den sie als extrem niedrig und besorgniserregend für die Gesundheitsbehörden bezeichnete.

Laut der Expertin sei einer der Hauptfaktoren für diese Situation, dass die Dengue-Impfung nicht Teil des Pflichtimpfplans ist. Dies führe zu Zweifeln und Zurückhaltung bei einigen Eltern, wenn es darum geht, die Impfung ihrer Kinder zu autorisieren. Hinzu kommt die aktuelle epidemiologische Lage in der Region: Da derzeit keine positiven Dengue-Fälle registriert werden, sinkt das Risikobewusstsein in der Bevölkerung.

Dr. Rodríguez wies darauf hin, dass dieses Verhalten nicht neu sei und einem Muster entspreche, das bereits bei anderen Krankheiten beobachtet wurde. „Die Erfahrung zeigt, dass die Bürger meist erst dann massenhaft in die Impfzentren kommen, wenn Angst herrscht oder aktive Ausbrüche vorliegen“, erklärte sie und erinnerte an vergangene Epidemien wie die Influenza oder die Covid-19-Pandemie.

Das PAI betont die Wichtigkeit, die Aufklärungsarbeit und die Gesundheitserziehung zu verstärken. Impfungen seien ein entscheidendes Instrument der Prävention, auch in Zeiten, in denen das Virus nicht aktiv zirkuliert. Man warnte davor, dass dauerhaft niedrige Impfquoten künftige Ausbrüche begünstigen könnten, wovon insbesondere Kinder als eine der am stärksten gefährdeten Gruppen betroffen wären.

Wochenblatt / Mas Encarnación / Beitragsbild Archiv

CC
CC
Werbung

Bitte achten Sie darauf, dass Ihre Kommentare themenbezogen sind. Die Verantwortung für den Inhalt liegt allein bei den Verfassern, die sachlich und klar formulieren sollten. Kommentare müssen in korrekter und verständlicher deutscher Sprache verfasst werden. Beleidigungen, Schimpfwörter, rassistische Äußerungen sowie Drohungen oder Einschüchterungen werden nicht toleriert und entfernt. Auch unterschwellige Beleidigungen oder übertrieben rohe und geistlose Beiträge sind unzulässig. Externe Links sind unerwüscht und werden gelöscht. Beachten Sie, dass die Kommentarfunktion keine garantierte oder dauerhafte Dienstleistung ist. Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung oder Speicherung von Kommentaren. Die Entscheidung über die Löschung oder Sperrung von Beiträgen oder Nutzern die dagegen verstoßen obliegt dem Betreiber.

2 Kommentare zu “Nur 0,3 % geimpft: Dramatisch niedrige Dengue-Impfquote in Itapúa

  1. Man warnte davor, dass dauerhaft niedrige Impfquoten künftige Ausbrüche begünstigen könnten, wovon insbesondere Kinder als eine der am stärksten gefährdeten Gruppen betroffen wären.
    Wenn man im Konjunktiv schreibt, weiß man im allgemeinen nicht viel oder nichts.

    3
    1
  2. Albert Rotzbremsn

    Wenn ich wieder mal äs bizzely im Buch «Die Diktatur der Konzerne» von Thilo Bode herumkrame komme ich zum Schluss, dass «niedrige Dengue-Impfquote in Itapúa» für die ähm Umsatzbeteiligung der Türklinkenpolierer der Konzerne im Wesentlichen keine Rolle spielt — ist ja alles bezahlt, obs nun grati vertickt oder grati entsorgt.