Ohne Grundstückstitel gibt es Probleme

Asunción: Die Auferstehung der Eisenbahn in Paraguay nimmt konkrete Formen an. Es gilt jedoch, noch einige Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Viele Personen dürften bald Probleme bekommen.

Das Projekt über die Reaktivierung der Eisenbahnstrecke zwischen Asunción und Ypacaraí betrifft in erster Linie Bewohner, die an den Gleisen leben. Sie müssen ihre rechtmäßigen Eigentumsverhältnisse vorlegen, dann kann es zu Verhandlungen mit der Regierung kommen. Betroffene erhalten Hilfe durch Sozialprogramme.

Laut dem Präsident der staatlichen Eisenbahngesellschaft Fepasa, Roberto Salinas, müssen mehrere Angehörige, die an der geplanten Bahnstrecke illegal wohnen, entfernt werden. Zwischen 1907 und 1910 hat der Staat mit der damaligen Eisenbahngesellschaft Railway Company einen Vertrag geschlossen. 1971 verkaufte das Unternehmen sein ganzes Eigentum und die Besitztümer an den Staat.

„Wir werden den Prozess der Enteignung einleiten und zwar an alle, die keine Titel besitzen. Wenn diese behaupten, sie hätten welche, ist das eine Lüge, denn die Bahnstrecke und der Bahndamm daneben ist in unserem Besitz“, sagte Salinas.

1934 wurde per Dekret beschlossen, dass jeweils 20 Meter neben den Bahngleisen kein Bewohner sich niederlassen darf. Als 1992 der Zugbetrieb eingestellt wurde, ignorierten viele aber die Vorschrift.

„Wir sind nicht unmenschlich und werden diesen Raum nicht fordern, aber der Mindestabstand von sieben Meter auf jeder Seite der Strecke ist zwingend notwendig“, sagte Salinas.

Das hat für die Fepasa auch richterliche Vorteile. Denn es darf bei einer Klage der betroffenen Bewohner keine einstweilige Verfügung erlassen werden, weil die neuen Zahlen nicht in der gesetzlichen Bestimmung verankert sind.

Quelle: Hoy

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6 Kommentare zu “Ohne Grundstückstitel gibt es Probleme

  1. Ja das ist weil jeder macht was er will und die leute wissen das auch aber sie probieren denken dann bekommen wir was anderes das gleiche wie auf der ruta die bauen an die ruta auch jetzt noch wo sie genau wissen sie wird verbreitert

  2. Was ich nicht verstehe ist, warum ließen die zuständigen Behörden seit Jahren überhaupt zu, daß im 20 Meter Streifen seitlich der Bahntrasse illegal gebaut werden konnte? Wären die Behörden gleich eingeschritten, würden heute den Menschen viel Leid und Kosten erspart und den Behörden viel Aufwand. Wie ist so etwas zu erklären, liebe Paraguay-Versteher? Darf man diese Frage stellen, oder ist das schon wieder Ehr verletzend mit der Folge von Landesverweis Drohungen? Also ich verstehe das absolut nicht und mit mir wohl die große Mehrheit der Leser.

    1. Was ich nicht verstehe ist, warum lässt es die Redaktion seit Jahren überhaupt zu, dass einige hier täglich uns mit ihren unqualifizierten Kommentaren nerven! Haben diese Leute sonst nichts zu tun als zu (fast) jedem Artikel ihre (oft) sinnfreien Bemerkungen abzugeben?
      Gleichzeitig dabei immer reflexartig über irgendwelche Paraguay-Versteher zu schwadronieren.
      Muss das wirklich sein?

      1. Rafael, Sie begreifen überhaupt nichts! Kritik führt weiter und zu Verbesserungen. Stillschweigen und Beschönigen zementiert das was ist, im Guten wie im Bösen. Nur Ignoranten wollen daß sich nichts ändert und drohen ständig mit Ausbürgerung. Meine Kommentare haben wenigstens Substanz und mit meinen Worten lege ich den Finger in die Wunde der Gesellschaft, weil ich möchte, daß sich hier so einiges zum Besseren wendet. Und Sie?

    2. Dieses Land ist als Entwicklungsland eingestuft, weil es die „klassischen“ Merkmale eines solchen aufweist. Dazu gehört auch eine schwache Judikative. Natürlich ist es nicht gut, aber es ist die Realität.

  3. Wenn der Staat mal Haerte zeigen wuerde gegen diese Leute wuerde das nicht mehr passieren.

    Andrerseits muss der Staat regulierend eingreifen auf die extrem hohen Grundstueckspreise. Das koennen sich die Armen schlicht nicht leisten, auch ein Leben lang koennen sie das nicht in Raten zahlen. Aber so eine Regulierung wuerde ja bedeuten, dass die Reichen, die 90% an Grundstuecken besitzen, diese nicht mehr gewinnbringend verkaufen koennen. Und gerade diese Leute sitzen im Kongressgebaeude und wuerden im Traum sich nicht „ins eigene Fleisch“ schneiden.

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