“Paraguay, ein Land der Mittelmäßigen, Unfähigen und Nutzlosen“

Asunción: Benjamín Fernández Bogado, Doktor der Rechts- und Politikwissenschaften sowie Journalist, disqualifizierte die Paraguayer mit ihrer großen Ausstrahlung, die mehr Schein als Sein aufzeigt.

Ein Ausdruck, den er immer verwendet: “Paraguay, ein Land der Mittelmäßigen, Inkompetenten und Nutzlosen“.

Jedoch hat Bogado jetzt zum Schweigen aufgerufen, um seine angebliche Lüge zu entlarven, dass er seinen Abschluss in Harvard gemacht hat, wo er eigentlich nur einen einjährigen Kurs absolvierte.

Fernández Bogado zeigte immer wieder auf und betont, dass er ein Student der renommierten nordamerikanischen Universität war, an der er angeblich 1999-2000 (USA) promoviert hat. Anscheinend war er jedoch nur Teilnehmer eines Kurses, für den es keine Auswahl oder hohe Anforderungen gab.

Aus diesem Grund kam es zu einer Lawine der Kritik über den angeblichen Doktortitel, als er diese Tage auf seinem Twitter-Blog postierte: “Es ist immer schön, wieder nach Hause zu gehen, Harvard sieht so attraktiv aus …“.

Mit diesem und anderen Posts erinnerte das Programm Repasador vom Fernsehsender Kanal 13 an die umstrittenen Äußerungen des Dozenten im Hinblick auf die auf die Paraguayer.

„Wir sind mutig, aber in Wirklichkeit leben wir in der miserabelsten kollektiven Feigheit. Wir sind nicht in der Lage, über den anderen nachzudenken und noch weniger sich zusammenzuschließen, um kollektiven Wohlstand zu erzeugen. Egoisten im höchsten Grad und unabhängig von der sozialen Schicht. Wie die Armen, wie die Reichen, selbstsüchtig. Wir sind tapfer im Krieg, wenn wir die Größten von ihnen verlieren, durch Ignoranz, Ungebildetes oder Dreckiges“, sind einige der Ausdrucksweisen von Fernandez Bogado, an die in der Fernsehsendung erinnert wurde.

Wochenblatt / ADN Paraguayo / Ultima Hora

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17 Kommentare zu ““Paraguay, ein Land der Mittelmäßigen, Unfähigen und Nutzlosen“

  1. “Paraguay, ein Land der Mittelmäßigen, Unfähigen und Nutzlosen“, ja, ganz ohne Studium und Promotion an renommierten nordamerikanischen Universität Harward bin ich auch schon zu dieser Erkenntnis gekommen, außer in der daily Freakshow, die empfinde ich eher als zweckdienliche geniale Spitzenklasse.

  2. Treffender kann man es nicht sagen. Unabhängig davon, dass er nicht promoviert hat, trifft seine Sicht auf seine Landsleute zu 100% zu:“
    aber in Wirklichkeit leben wir in der miserabelsten kollektiven Feigheit“
    Besser kann man es nicht sagen.

    1. Ich hätte nichts dagegen in einem „mittelmässigem“ Land zu leben. Tatsächlich finde ich es sympathischer als ein überregulierender nach absoluter Perfektion strebender Staat. Es ist einfach lächerlich, wenn Dieselfahrzeuge in Deutschland verboten werden sollen um das Klima angeblich zu retten, während in China oder Indien die CO2- Emissionen rasant ansteigen.
      Aber Paraguay ist kein „mittelmässiger“ Staat, es ist ein Mafiastaat. Die hiesigen Politiker und dessen Amigos sind die grössten Soziopathen überhaupt, die meisten in illegalen Aktivitäten involviert, deren Gesetze sie selbst geschaffen hat. Es gibt überhaupt keinen Gemeinschaftssinn hier. Wenn z.b. Sozialhäuser gebaut werden, dann nur um irgendwie öffentliches Geld in eigene Taschen abzweigen zu lassen und als angenehmer Nebeneffekt sich zu profilieren im Vergleich zur Vorgängerregierung. Die armen Menschen sind nur Mittel zum Zweck. Jeder versucht sich zu bereichern, wo es geht. Denn jeder weiss, wenn man viel Geld hat, hat man Privilegien, die weit über den simplen Konsum von Gütern hinausgeht. Diese Denke ist das Fundament dieser Gesellschaft und alles andere ist Mittel zum Zweck. Was mir ungeheuer auf den Keks geht ist, dass man einflussreiche Leute braucht oder Schmiergeld zahlen muss um selbst die simpelsten amtlichen Dinge zu erledigen, weil sonst keinerlei Beachtung deinem Antrag oder was auch immer geschenkt wird. Da ich aber nicht auf andere Leute mit Einfluss angewiesen sein möchte und mich in so einem System überhaupt nicht gewöhnen kann, sowie noch nicht mal die Hälfte meiner Lebenszeit absolviert habe, falls ich so alt werde wie der Durchschnittsdeutsche, werde ich mein Kapitel Paraguay im Juni beenden. Ich bin wirklich enttäuscht, weil ich, auch als paraguayischer Staatsbürger, die Situation im Wasser/Abwassersektor mitverbessern wollte. Aber es liegen Projekte vor, die seit 30 Jahren in der Schublade liegen und alles sehr schleppend vorangeht und dazu von der korrupten/unfähigen/dekadenten Regierung abhängt.
      Ich wollte nicht zurück nach Merkelland, aber wenn ich noch länger hierbleibe werde ich wahnsinnig.
      Der Mann in Artikel spricht einfach aus, was viele gebildete Paraguayer denken und auch sagen, die erkennen was hier alles falsch läuft. Ich kanm mir nicht vorstellen, dass es hier mal irgendwie besser wird. Die Elite Paraguays wird dies immer verhindern.

      1. hallo, schade dass du aufgibts, du hast immer sehr gute artikel beigesteuert und kennst dich aus. ueberleg es dir aber gut, ins merkelland zu gehen. mit deinem koennen stehen doch viele andere laender offen, die menschen mit koennen gebrauchen und das auch entsprechend honorieren. trotzdem wuensche ich dir alles gute, geniesse dein leben, es ist nur eine kurze zeit (relativ gesehen), viel glueck.

  3. Wenn das ein echter Paraguay-Experte so sagt! Damit liegen die meisten Ausländer bzw. Zugewanderten in Paraguay mit ihren Meinungen doch nicht so falsch. Aber wenn man das als Zugewanderter offen ausspricht, fallen einem ein Teil der Landsleute in den Rücken und empfehlen allen Kritikern das Land wieder zu verlassen. Schon sehr merkwürdig! Was mögen die wohl für Gründe dafür haben?

  4. Na offensichtlich wissen die Einheimischen genau so gut wie die Zugereisten, was in diesem Lande im Argen liegt?
    Dabei könnte es allen gut gehen wenn die Gelder etwas gerechter verteilt werden würden. Aber wie so oft festgestellt, ist dies weltweit so!

    1. Na, dann ist ja alles klar. Paraguay ist nicht besser und nicht schlechter wie andere Länder/Kulturen. Alles im roten Bereich. Bitte also keine Aufregungen um NICHTS – weiter so! Tun die aber sowieso.

  5. Wilfried Huttinger

    Antworten

    Paraguay ist ein wunderschönes Land, dessen Einwohner liebenswerte und nette Menschen sind. Wir sind hier Gäste und sollten uns auch entsprechend benehmen. Wir haben uns frei für dieses Land entschieden. Wer sich hier nicht wohl fühlt, sollte die entsprechende Konsequenzen ziehen.

    1. 1a mit Sternchen! Viele verwechseln hier die Paraguayer, die rund um ihr 2000m2 Hochsicherheitszaun geschütztes Anwesen in ASU und Umgebung wohnen, mit den restlichen Paraguayern. Besonders die EU ler die kein Wort der zwei Landessprachen verstehen.

    2. Und wieder so ein „Paraguay – Experte“ der sich blind und taub stellt und seine Landsleute, die sich einen kritischen Blick bewahrt haben, des Landes verweisen will. Oder sie zumindest zum totschweigen verurteilen möchte. Dann aber wären wir auch nicht besser als jene, die mit ihrem schweigen, verharmlosen, relativieren und leugnen von Tatsachen die Verantwortung dafür tragen, daß sich in diesem ansich schönen Land absolut nichts zum Besseren bewegt.

      1. Noch besser ist ja, dass diese Paraguay Versteher oder Experten zumeist die selben sind, die in Deutschland dann Pro Asyl agieren also genau das Umgekehrte predigen.

        1. zarotz unser Oberexpert.
          Das eine muss dem anderen nichts zwangläufig widersprechen. Jeder Mensch sollte sich frei bewegen dürfen, so wie es für die meisten Deutschen Normalität ist.
          Viele Deutsche können einfach nur nach unten treten und nach oben bücken. Missing balls!

          1. Bauerlach: Die Deutschen sind Zahlesel für die ganze Welt. Ansonsten wäre dieser ganze Blödsinn gar nicht möglich und vor allem nicht solche Kommentare. Wenn sie hier schon wieder meinen ein angeblicher Asylant sei einem Staatsbürger gleichgestellt. Der Deutsche kann sich soweit bewegen, wie er es bezahlen kann und das müsste wirklich für allen gelten. Solange das nicht ist, bleibt mir vom Leib mit eurem Quatsch.

  6. Er hat keinen Abschluss an der Harward Universitaet?
    Da sind mir die Paraguayer lieber die kaufen Ihre Titel alle legal und ohne jede Anstrengung!
    Nicht einmal Halbkreisingenieure (Strassenwischer mit Besen) gibt es hier, oder will jemand behaupten das hier schon einmal einer eine Strasse gewischt hat…..

  7. Es ist noch etwas typisches in dem Artikel zu finden. Wer etwas auf sich hält, der muss an einer ausländischen, am besten Privat Uni studiert haben. Das ist offenbar so wichtig, dass man sogar vorgibt einen Titel von dort zu haben. In Südamerika ist das ganz besonders extrem.
    Das haben in erster Linie die Globalisierung und Privatisierung mitgebracht und ist auch einer der Hauptgründe warum das staatliche Bildungssystem immer mehr verfällt. Mit dieser Einstellung ist es unmöglich ein Land aufzubauen. Es würde nicht einmal gelingen wenn die Menschen im Land bereit wären sich zu bilden. Die Privatschule oder Universität ist zu teuer für Unter und Mittelschicht und weil aber gleichzeitig nur die Oberschicht in der Politik hockt, kümmert sich um das staatliche Schulsystem gar keiner. Klarerweise heißt aber teuer und privat nicht, dass deshalb die intelligenten hingehen oder herauskommen. Es war vorhersehbar, weil man ja nur 1 plus 1 zusammenrechnen können muss um das zu verstehen und man rechne nochmal 1 dazu und weiß wie sich das in Zukunft entwickeln wird und natürlich ist es auch so gewollt.
    Anmerkung: Für diese Rechnung 1 plus 1 plus 1 braucht niemand einen Harvard Titel oder so zu tun als hätte er einen. Nur um Missverständnissen vorzubeugen…

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