Paraguay: Regierung von Rinderbaronen erpresst

In Paraguay versuchen brasilianische Rinderbarone die Regierung im Konflikt um das Land unkontaktiert lebender Indigener zu erpressen.

Die Ayoreo-Indianer hatten im vergangenen Jahr einen Rechtsanspruch auf das Land durchgesetzt, doch die Viehzüchter verweigern die Übergabe. Sie verlangen zuerst eine staatliche Abholzungserlaubnis für ein großes angrenzendes Stück Land, das ihnen ebenfalls gehört.

Die beiden Viehwirtschaftskonzerne BBC S.A und River Plate S.A, die in den Konflikt verwickelt sind, wurden allein in diesem Jahr bereits zweimal dabei erwischt, als sie illegal Land rodeten, um Weideflächen für Vieh zu schaffen.

Die Farmer wurden im Juni angeklagt, nachdem Survival Satellitenfotos veröffentlicht hatte, die belegten, dass 4.000 Hektar Wald zerstört worden waren.

Neue Bilder, die diese Woche auftauchten, zeigen, dass die beiden Unternehmen ihre verheerende Arbeit fortsetzen.

Angehörige der Ayoreo werden in großer Geschwindigkeit von ihrem angestammten Land vertrieben, während die Ausbreitung der Viehwirtschaft ihre Wälder zerstört.

Jeder Kontakt mit den unkontaktierten Indianern kann für diese tödlich verlaufen, und der Verlust ihres heimatlichen Waldes wäre eine Katastrophe.

Survival Internationals Direktor Stephen Corry erklärte heute: „Es ist schon eine beschämende Situation, wenn die Regierung eines Landes sich von einer kleinen Gruppe skrupelloser Geschäftemacher erpressen lässt. Paraguays Behörden sollten ihre Autorität wieder herstellen, indem sie das Recht der Ayoreo auf den Besitz ihres Landes und dessen Ressourcen anerkennen und klar dafür eintreten.“

Pressemeldung: Survival International

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