Paraguay: Schlagabtausch wegen mutmaßlichem Wahlbetrug

Asunción: Obwohl selbst der Kongresspräsident Fernando Lugo darum bat, die Verifizierung der Wahlakten zu unterbrechen, bis alle originalen Akten vorliegen, weigert sich das Wahlgericht. Währenddessen kommt es zu Ausschreitungen.

Fernando Lugo, Teil der Ganar Allianz, bat in seiner Funktion als Kongresspräsident das Wahlgericht um Transparenz nachdem mehrere Wahlunterlagen auftauchten, in denen Stimmen für das oppositionelle Bündnis verschwanden.

Luis Salas, Direktor der Abteilung führ Wahlunterlagen im TSJE, versicherte trotz offensichtlicher Stimmenunterschiede, dass es kein Betrug bei der Zählung der Stimmen gegeben haben soll. Aus diesem Grund wird mit der Zählung weiter fortgefahren.

Die Colorado Partei hingegen tut die Anzeige wegen Wahlbetrug als Mittel ab um den Schmerz der Liberalen über ihre Niederlage zu lindern. Die Einstellung der Partei ist verständlich, da sie ihren Sieg in der Tasche hat und keineswegs an einer Aufklärung interessiert ist. Das Wahlgericht (TSJE) hingegen sollte nur beim kleinsten Anzeichen von betrug, welches gegeben ist, schnell handeln. Die negative Einstellung zeigt ein weiteres Mal wie politisiert die Behörde ist.

Währenddessen kommt es vor dem Wahlgericht, auf der Avenida Eusebio Ayala zu Ausschreitungen wegen dem mutmaßlichen Betrug. Mit einer Intensivierung der Maßnahme ist zu rechnen.

Wochenblatt / Abc Color

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2 Kommentare zu “Paraguay: Schlagabtausch wegen mutmaßlichem Wahlbetrug

  1. Wer so offen Betrügt begeht, braucht sich über Proteste nicht zu wundern.Sie werden noch stärker!
    Sie können ganz schnell zu einen Flächenbrand werden.

  2. Irrenhaus-Beobachtungs-Institut

    Ja, und dann? Was hat denn der Kongressbrand letzten Jahres effektiv positives für den einfachen Mann in Paraguay verndert?

    Ps. Ist sich PY an Flächenbrände nicht schon gewöhnt (vgl. die Berichte vom Wochenblatt zu den gelegenten Feuern vornehmlich vom letzten Winter/Herbst)? 😉