Paraguayer und ihre harte Arbeit

Asunción: Wo ein Wille, ist auch ein Weg und diesen Willen der Paraguayer nach Arbeit hebt das digitale Portal La Nación in Argentinien hervor, weil sie in den härtesten Branchen tätig sind.

Es sind derzeit 550.713 Paraguayer registriert, die in Argentinien leben, von denen 27,4% der berufstätigen paraguayischen Männer im Bausektor beschäftigt sind, während 40% der Frauen im häuslichen Umfeld arbeiten. Und es ist sehr wahrscheinlich, dass diese Prozentsätze in den Metropolregionen höher anzusetzen sind.

Mit anderen Worten, einer von vier Paraguayern arbeitet auf einer Baustelle, während 4 von 10 Frauen in Haushalten eine Tätigkeit verrichten.

Die letzte Volkszählung zeigt, dass 75% von ihnen in der Stadt Buenos Aires und den Vororten leben. Nach Angaben der Nationalen Migrationsdirektion haben sich zwischen 2011 und 2017 rund 590.000 Menschen aus Paraguay im Land niedergelassen und sind ständig oder saisonal beschäftigt.

„Mehr als eine halbe Million Paraguayer leben in Argentinien. Und ihre Geschichte ist ein lebendiges Beispiel dafür, was die Migranten dieses Landes auszeichnet, die in unser Land kamen und weiter ankommen: die Kraft der Arbeit – oft in den Bau und den häuslichen Dienst gesteckt – um den neuen Generationen eine bessere Zukunft zu hinterlassen“, lautet ein Teil des Textes aus der La Nación.

Dieser Artikel erwähnt das Beispiel von Paraguayern, die auf der Suche nach besseren wirtschaftlichen Aussichten für sich und ihre Familien in das Nachbarland kamen und weist auch darauf hin, dass sie immer noch von einigen Argentiniern diskriminiert werden.

Lorenza Candia Ojeda, die 1991 mit 30 Jahren von Ciudad del Este nach Buenos Aires kam, sagt: „Vier oder fünf Jahre lang habe ich drei Brüder in einem Haus in San Fernando betreut. Heute sind sie meine Kinder des Herzens, ich kann sie immer noch besuchen, wenn ich will, ich bleibe in Kontakt mit ihnen“.

Ihr Ehemann, ebenfalls aus Paraguay, ist Stuckateur. Sie haben eine gemeinsame Tochter, die kurz davor ist, die Ausbildung als Krankenschwester abzuschließen und einen Sohn, der das Gymnasium beendet. Beide sind in Argentinien geboren. „Ich bin diesem Land sehr dankbar. Hier konnten wir Fortschritte machen und alle Menschen, die ich getroffen habe, sind wundervoll“, fügt Ojeda an.

Francisco Medina ist Schuhmacher, 34, arbeitet aber im Baugewerbe. Er sagt, er vermisse sein Heimatland Paraguay und seinen Vater, der dort geblieben sei und beklagt sich: „Hier sind viele gute Menschen, sicher, aber es gibt auch die anderen, die dir zubrüllen: Paraguayer stirb an Hunger! Das mag ich nicht“.

Salomon Ramirez Santacruz, Präsident des Sportvereins Paraguayo erklärte, dass “alle Paraguayer den gemeinsamen Nenner haben, die Gelegenheiten in Argentinien auszuschöpfen. Viele sind hier barfuß angekommen und beginnen zu arbeiten. Immer das Ziel vor Augen, weiterzukommen und das Wohlergehen der Kinder zu erreichen“.

Wochenblatt / ABC Color

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3 Kommentare zu “Paraguayer und ihre harte Arbeit

  1. Die Guten und Fleißigen unter den Paraguayern sind auch bereit, für den Erfolg und ein besseres Leben Einsatz zu bringen. Leider gehen sie dann meist in´s Ausland, weil sie dort eben bessere Chancen bekommen. Die Anderen, die nicht bereit sind sich zu ändern und eher Wert auf die Langsamkeit und die vielen Terere-Pausen legen bleiben hier und pflegen ihre Gewohnheit und die Sitzmöbel. Solange sie dabei anderen nicht neidisch sind und gerne von deren Erfolg etwas mit Bettelei und Diebstahl abhaben möchten, ist es allein deren Problem.

  2. Passt nicht ganz hier hin, aber wer sich verbessern will, sollte da mal schauen. Unversitaetsranking international.
    www.QS Quacquarelli Symonds.

  3. Verfügbar bis Ende 2025

    Als „Maurer“, naja, eigentlich Ama de Casa, vom Kinderhüten abgezogen nach Argentinien zur Schwerstarbeit Mauereimer-reinigen, verdienst halt 100.000 Guaranies pro Tag, das ist weitaus mehr als hierzulande nur 60.000 bis 70.000 pro Tag.