Perlen des Wahlkampf VII: Bürgermeister von Lambaré

Erst vor wenigen Tagen erlaubte die Wahlbehörde Bürgermeistern eine zweite Wiederwahl, bislang war dies nur einmal möglich. Der Kandidat zum Parteivorsitz der ANR, Mario Abdo Benítez, sieht darin einen Verfassungsbruch. Einer der Stadtvorsteher, die massiven Druck machten, um weitere fünf Jahre im Amt zu bleiben, war der Bürgermeister von Lambaré, Roberto Cárdenas.

Allerdings muss er sich zunächst einer parteiinternen Wahl stellen, in der die ANR ihren Bürgermeisterkandidaten für Lambaré kürt. Ein weiterer Mitbewerber ist, wie schon bei den vergangenen Wahlen, Orlando Arévalos. Die beiden wohnen im selben Stadtteil, San Isidro, und Anfeindungen sind an der Tagesordnung, beide gehören auch zum „offiziellen“ Flügel der Partei mit dem Spitzenkandidaten Pedro Alliana.

Am Donnerstagmittag spannte Arévalos zusammen mit einigen seiner Anhänger Banner mit Wahlwerbung über einige der Hauptzufahrtsstraßen seiner Nachbarschaft. Gegen 12:20 fuhr, nach Darstellung von Arévalos, eine Gruppe von Cárdenas-Unterstützung, darunter dessen Sohn, mit einem Geländewagen, der dem amtierenden Stadtvater gehören soll, vor, und griff seine Gruppe ohne Vorwarnung an.

Sein Wagen wurden mit Steinen beworfen und von Kugeln aus Pistolen getroffen, einer der Mitarbeiter erlitt ein Schädelfraktur und wurde für eine Notoperation in das Krankenhaus Emergencias Médicas gebracht. Die Vorfälle ereigneten sich an der Ecke Andrés Gelly und Lucía Ortiz.

Die Angreifer hätten zunächst Steine geworfen, dann mit Waffen gedroht und auf das Auto des Kandidaten geschossen. Laut Arévalos kam bereits bei den Wahlen im Jahr 2010 eine Meute zu seinem Haus und eröffnete das Feuer mit Gummigeschossen, dabei wurde er am Bein verletzt.

Er bezeichnete den amtierenden Ortsvorsteher als „Gangster“, der die Politik kriminalisiere. Er nutze regelmäßig den Faktor Angst um seine Gegner einzuschüchtern. Eine formale Anzeige sei bereits erfolgt, die sich unter anderem gegen Mauricio Cárdenas Fleitas richtet. Drei Personen habe man identifizieren können, zwei davon Mitarbeiter der Stadtverwaltung, einer davon habe mindestens vier Vorstrafen.

Quelle: Última Hora

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