Asunción: Die Händler des Marktes Nr. 1 in der Hauptstadt von Paraguay äußerten ihre tiefe Besorgnis über den deutlichen Rückgang der Verkaufszahlen in den letzten Monaten – eine Situation, die sich unmittelbar auf ihr tägliches Geschäft auswirkt.
Wie sie berichteten, hat sich die Flaute im Handelsverkehr seit Januar massiv verschärft, wobei die Einbußen in einigen Fällen sogar 50 % überschreiten. Diese Lage sorgt für große Unsicherheit unter den Arbeitern, die auf ihre täglichen Einnahmen angewiesen sind, um ihre Geschäfte und Familien zu finanzieren.
Inmitten dieser Krise sind sich die Händler in einer Forderung einig: Der Mindestlohn reicht nicht mehr aus. Sie halten eine dringende Anpassung für notwendig, um den Konsum wieder anzukurbeln und der Wirtschaft der Arbeiter – sowohl auf Verkäufer- als auch auf Kundenseite – eine Atempause zu verschaffen.
Trotz der widrigen Umstände gaben sie an, dass die Preise für zubereitete Speisen stabil bleiben. Beliebte Gerichte wie der “Puretón“ werden weiterhin für 20.000 Guaranies angeboten.
Die Händler rufen die Bürger dazu auf, zum Markt zurückzukehren, die Stände zu besuchen und die lokale Arbeit zu unterstützen. Sie versichern, dass man dort nach wie vor Vielfalt, Qualität und erschwingliche Preise findet.
Wochenblatt / Megacadena
















TejuJagua
Natürlich reicht der Mindestlohn vorne und hinten nicht. Aber eine Erhöhung wird nur eines zur Folge haben. Und das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Die Preise werden daraufhin wieder deutlich steigen. Der Lohn um 10%, die Preise um das zehnfache. So war das und so wird es wieder passieren.
Die Kunden kaufen ja nicht weniger ein, weil sie keine Lust dazu haben. Sie können es schlicht und einfach nicht mehr. Wenn das Geld nur noch für das Allernotwendigste reicht, oder noch nicht einmal dafür, womit sollen sie dann einkaufen?
Für Luxus ist schon lange kein Geld mehr da.
Die Preise für Obst und Gemüse, die wie immer pünktlich zu Ostern „angepasst“ wurden, sind seither nicht wieder gesunken. Das passiert nie. Denn wenn der Kunde die höheren Preise trotzdem bezahlt, wozu sollen die Händler dann heruntergehen?
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Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, da konnte man z.B. im Mercado 4 nicht vor einem Schaufenster stehenbleiben, weil einen die Menschenmassen einfach weiterschoben. Heute sind die Gänge menschenleer und die Verkäufer stürzen sich auf jeden Besucher, der sich noch sehen lässt.
Während der Pandemie wurde die Wirtschaft nachhaltig geschädigt. Zehntausende Geschäfte wurden ruiniert und konnten sich nie wieder davon erholen. Von den dadurch arbeitslos gewordenen Menschen haben gut 80% bis heute keine neue Arbeit finden können und leben von Gelegenheitsarbeiten und von der Hand in den Mund.
Es ist schlicht und einfach kein Geld vorhanden, um es zu den Händlern zu bringen. Schon gar nicht bei den Preisen, die sie verlangen.