Ping Pong als Therapie gegen Parkinson: Offizielle Hymne aus San Bernardino

San Bernardino: Ping Pong oder Tischtennis als Therapie gegen Parkinson? Das erscheint im ersten Moment wenig realistisch, denn bei Tischtennis geht es um Körper- und Ballbeherrschung. Und ausgerechnet das soll ein Sport für an Parkinson Erkrankte sein?

Ja, Ping Pong Parkinson oder PPP hat sich zu einem Hype entwickelt, über den auch die Medien weltweit mehr und mehr berichten.

Die Parkinson-Krankheit – auch Morbus Parkinson oder Schüttellähmung genannt – betrifft das Gehirn. Sie tritt vor allem aber nicht nur im höheren Lebensalter auf und schränkt die Bewegungsfähigkeit ein. Die Ursachen sind bis heute nicht vollständig geklärt.

Die Erkrankung lässt sich zwar nicht heilen, es gibt aber Therapien, die die Beschwerden lindern können. In erster Linie wird die normalerweise langsam voranschreitende Parkinson-Erkrankung mit Medikamenten behandelt. Zwar können viele Betroffene damit relativ lange ein weitgehend selbstständiges Leben führen, doch die körperlichen und geistigen Einschränkungen werden mit der Zeit größer.

Für an Parkinson Erkrankte sind zumeist nur langsame Bewegungen möglich, was gerade Ping Pong oder Tischtennis als Sport unmöglich erscheinen lässt, aber die mittlerweile weltweit tausenden Aktiven, davon allein in Deutschland 700, beweisen das Gegenteil.

Es gibt heute sogar Meisterschaften in vielen Ländern und alljährlich eine Weltmeisterschaft. In diesem Jahr wird sie vom 12. bis zum 16. Oktober in Pula, Kroatien, ausgetragen. Die German Open 2022 fanden vom 26. bis zum 29. Mai in Bad Homburg statt.

Ping Pong Parkinson wurde offiziell im März 2017 in Pleasantville im US-Bundesstaat New York von Nenad Bach, einem amerikanisch-kroatischen Musiker, Künstler und Friedensaktivisten, der unter anderem mit Bruce Springsteen, Leonard Cohen und Allen Ginsberg gearbeitet hat, als Therapie vorgestellt. Nachdem bei Nenad Bach Parkinson diagnostiziert wurde, hängte er die Musik mehr oder weniger an den berühmten Nagel. Stattdessen begann er Tischtennis zu spielen. Das half ihm so sehr, dass er die Fähigkeit wiedererlangte, Instrumente zu spielen.

Durch die jahrzehntelange Freundschaft mit dem deutschen Ex-Musiker Thomas Deters, kam Don Vigo, der seit etlichen Jahren in San Bernardino, Paraguay, lebt, ins Spiel. Thomas Deters hatte die Idee für einen Song über Ping Pong Parkinson, nicht ahnend, dass dieser Song zur deutschen und internationalen PPP-Hymne werden sollte.

Deters unterbreitete Don Vigo – er heißt übrigens wirklich so, Don ist ein amerikanischer Vorname und kein Titel (vergleiche auch Don Williams, Don Gibson, Don Johnson etc.) – diese Idee. Don verarbeitete zunächst die schriftlichen Notizen zu einem Songtext und komponierte dann einen Song, einen Ohrwurm, der nun auf allen Turnieren gespielt wird. Bei der Weltmeisterschaft in Kroatien soll es im August eine Live-Schaltung nach San Bernardino geben, bei der Weltmeisterschaft 2023 in Brasilien ist sogar ein Live-Auftritt von Don Vigo geplant.

“Ping Pong Parkinson“, heißt der Song aus der Feder von Don Vigo, der in Paraguay, Peru und vielen anderen Ländern, vor allem aber in den USA und Kanada durch vier CDs mit eigenen Songs und auch durch viele Konzerte und Auftritte bekannt ist. Er konnte in den USA diverse Top 20-Titel landen und mit “I Like It Here“ ein “Album des Jahres“, das von dem Label Colt Records in Nashville, Tennessee, USA, herausgebracht worden ist. Derzeit arbeitet Don Vigo, dessen Musik in über 140 Ländern weltweit gespielt wird, an seinem fünften Country-Musik-Album, das er dann wieder in Nashville und Florida in den USA mit einigen der besten Musikern der amerikanischen Country-Musik-Szene einspielen und einsingen wird.

Wochenblatt

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