Asunción: Als Reaktion auf die vielen Raubüberfälle zieht die Polizei nun die Zügel an. Wer nichts Böses im Sinn hat, braucht in dem Fall auch nichts Schlimmes zu fürchten, könnte man meinen. Doch was denken Deutsche darüber, dass ihren persönlichen Gegenstände durchsucht werden?
Die Nationalpolizei hat angekündigt, eine Passagierkontrolle mittels Personalausweises (Cedula) und Rucksacküberprüfungen durchführen.
Die Kontrolle der Fahrgäste in öffentlichen Verkehrsmitteln wird von Zeit zu Zeit reaktiviert und bei dieser Gelegenheit weist die Nationalpolizei darauf hin, dass diese Maßnahme rund um die Uhr durchgeführt wird. Ebenso wäre der Geltungsbereich auf nationaler Ebene.
„Wir werden im Bus Kontrollen durchführen, auch bei den Rucksäcken, wir werden überprüfen, ob sie keine Schusswaffe oder ein Messer dabeihaben“, sagte Kommissar Milciades Vega auf Telefuturo.
Er erinnerte daran, dass ein solches Vorgehen bei den Bürgern wieder Ärger hervorrufe, argumentierte jedoch, dass es für die eigene Sicherheit der Fahrgäste wichtig sei, wenn man bedenke, dass es in den Bussen zu Übergriffen komme.
Vor etwa einem Monat bestieg eine Gruppe von Männern und Frauen einen Bus der Linie 30 und raubte Fahrgäste mit Pistolen und Messern aus.
Die angekündigten Kontrollen beziehen sich jedoch nicht nur auf Busse in der Metropolregion. Auch in Langstreckenbussen müssen sich die Bürger auf so ein Vorgehen einstellen. Als Ausweisdokument kann auch der Reisepass vorgezeigt werden, wenn man noch keine Cedula besitzt oder sich nur als Tourist im Land aufhält.
Wochenblatt / Ultima Hora












Land Of Confusion
Für mich ein Skandal. Das ist absolut erniedrigend. Genauso kopflos wie in Deutschland die „Messerverbotszonen“.
Die Leute müssen sich selbst bewaffnen dürfen zur Verteidigung, vor allem bei so einer miesen Polizei wie hierzulande.