Asunción: Cira Novara, Koordinatorin des Netzwerks “Ollas Populares“ (Suppen- oder Volksküchen) und der Organisation “Puycuy“, schlug Alarm angesichts der kritischen Lage der Gemeinschaftsküchen in Paraguay. Die Situation sei geprägt von einem massiven Mangel an Lebensmitteln und drastisch steigenden Preisen für Grundnahrungsmittel.
Nach Ansicht der Aktivistin zielt die Politik des Entwicklungsministeriums darauf ab, soziale Organisationen zu fragmentieren: „Das Ministerium und diese Regierung versuchen, die Organisationen zu zerschlagen, damit jeder Einzelne individuell um Vorräte betteln gehen muss“, erklärte sie.
Novara erläuterte, dass die Gemeinschaftsküchen nur sehr begrenzte Mengen an Lebensmitteln erhalten, die bei weitem nicht ausreichen, um die hunderte von Menschen zu versorgen, die auf diese Dienste angewiesen sind. „Wir erhalten nur eine kleine Charge an Vorräten… das reicht nicht für die 21 Küchen aus, die jeweils 100 bis 150 Personen versorgen“, gab sie an.
Zudem kritisierte sie die hohen Kosten für lebensnotwendige Produkte: „Fleisch ist extrem teuer und kostet über 60.000 Guaranies pro Kilo… Gemüse wie Tomaten kostet in Supermärkten teils das Doppelte.“ Sie behauptete weiter: „Es gibt eine Machtgruppe, die sich auf dem Rücken des Volkes bereichert.“
Die Koordinatorin wies auch darauf hin, dass virtuelle oder unvollständige Alternativen, die von einigen Behörden vorgeschlagen wurden, keine angemessene Versorgung der Familien garantieren. Novara unterstrich, dass sich die Situation “Jahr für Jahr, Monat für Monat“ verschlimmere und die Geduld der Mitarbeiter und Bedürftigen am Ende sei, während Kinder und Erwachsene weiterhin keinen Zugang zu einer würdevollen Ernährung hätten.
Wochenblatt / Megacadena
















Land Of Confusion
Ich hab mal gelesen, dass Paraguay in der Lage sei bis zu 40 Millionen Menschen zu ernähren. Keine Ahnung, ob das stimmt, aber das Land ist groß und auch wohlhabend genud, dass alle Menschen satt werden. Nie satt werden hingegen die Supermarktbetreiber und Zwischenhändler,die zu Tiefstpreisen landwirtschaftliche Produkte aufkaufen und sich satt bereichern. Und die Schlachtbetriebe sind sowieso eine einzige Mafia. Die Verbraucherschutzbehörde wollte doch dagegen vorgehen – wie erwartet nichts draus geworden. Preisabsprachen gibt es natüüüüürlich nicht.