Protest gegen Monsanto

Am heutigen Welternährungstag werden soziale Organisatoren und 15 Bauernverbände gegen genverändertes Saatgut von Monsanto protestieren. Erst vor vier Tagen kam es rund um den Globus, auch in Asunción, zu Protestaufmärschen gegen den international agierenden Konzern.

Vertreter der besagten Verbände werden in diesem Zusammenhang eine Protestkarte dem Ministerium für Industrie und Handel überreichen, worauf die Forderung geschrieben steht, keine Zusage für den neuen genveränderten Mais (MON 89034) zu erteilen.

Allein im vergangenem Jahr wurden sieben neue Samenarten von Monsanto in Paraguay zugelassen, die gentechnisch verändert sind.

Im Jahr 1979 erklärte die UNO (Sonderorganisation Ernährung und Landwirtschaft FAO) den 16. Oktober zum Welternährungs- oder Welthungertag.

(Wochenblatt / Abc)

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25 Kommentare zu “Protest gegen Monsanto

  1. Ach wäre das schön, wenn paraguay Monsanto verbannen würde, diese Firma vergiftet die welt in einem Umfang, wie es selbst die USA nicht besser machen könnten. Fakt ist, dass deren gentechnik gar keine Mehrertäge bringt, im Gegenteil, Forschungen beweisen, dass die Erträge langfristig sogar zurück gehen!

    1. Hallo Christian,
      Du scheinst ja einer der wenigen zu sein, der sich auch etwas intensiver mit dem Thema beschäftigt. Zum Glück werden langsam immer mehr Leute wach:

      http://amerika21.de/nachrichten/2012/09/60746/protest-monsanto

      http://amerika21.de/2013/10/91135/argentinien-proteste-monsanto

      http://amerika21.de/meldung/2010/10/16240/roundup-monsanto-studie

      Klar gehen die Erträge langfristig nicht hoch! Das Gen-Saatgut ist doch auch nur Mittel zum Zweck. Monsanto´s Hauptgeschäft sind die Spritzmittel. Und da steigt der Umsatz mächtig von Jahr zu Jahr.
      Gruss, Miha

    2. Deine Aussage ist falsch ! Die Produktionsmenge von Soja , ist seit der Einfuehrung von RR Soja um mehr als 60 % gestiegen . Was die RR Bt bringt muss die Zeit zeigen , …
      Bt Maiz ist vom Ertrag her identisch mit Normalem Maiz ,nur sind die kosten etwas geringer in der Produktion !
      RR Maiz ist schwach im Ertrag unter dem Normalertrag , aber im Kostenbereich sehr vom vorteil.
      Da kann ich es keinem Landwirtverdenken auf diese Technik zurueck zugreifen .
      Und das die Paraguayischen Campesinos Genbaumwolle pflanzen kann ich ihnen auch nicht verdenken !

      1. Hallo Christian,
        deine Zahlen sind leider diejenigen, welche von der Werbung stammen, die echten Zahlen bekommt man auch nicht öffentlich, klaro. Man muss längerfristig denken, die Böden werden vergiftet, die Spritzmittel sind teuer!
        Schau dir bitte mal den Film: „Good Food bad Food“ an, der wird dich erhellen. Zudem nehmen viele Frachhäfen des Genzeugs garnichtmehr an, selbst in Brasilien! Es mag sein, dass die Erträge zuerst nominal hoch gehen, aber speziell bei Genbaumwolle in Indien war danach sogar ein Rückgang zu verzeichnen, auch die Schädlingsresistenz ist ein Mythos. Daher: bitte nicht nur die Mainstrammedien lesen, denn die drucken, was die Konzerne vorschreiben, die Verlage gehören doch den Bösen, das musst du verinnerlichen 😉

        1. @christian geiges , nicht den Mainstream lesen , aber bitte auch nicht den anderen Kram ! Geh mal raus auf den Acker !! Ich habe seit 26 Jahren Erfahrung mit dem Ackerbau , inklusive Soja .Ich brauche keine Werbung von Monsanto um diese Zahlen zu kennen . Es reicht aus , wenn man sich dahin bewegt wo die Feldversuche gemacht werden , sei es in BRA , ARG oder PY . Dort bekommt man diese Zahlen . Oder wie waere es einmal mit Urlaub auf einem Ackerbaubetrieb ? Sich selbst ein Bild machen ?
          Tatsache ist : War 1989 zb. 1800 kg Soja pro Hektar ein guter Ertrag , so ist heute , 3000 kg pro Hektar als guter „normaler“ Ertrag einzuschaetzen .
          Woher hast du den deine Preisliste fuer Spritzmittel ?
          Glyphosat ist nicht teuer im Vergleich mit den alternativ Mitteln , wie Fomesafen , Lactofen , Trifluraline , etc.
          Und woher hast du bitte den Quatsch , das in Brasilien die Genpflanzen nicht mehr angenommen werden ? Ein Teil der Verwandschaft meiner Schwester (lebt in BRA ) verdient seinen Lebensunterhalt als Camionero , und bis dato wird dies ueberall verladen.

      2. Du meinst im Land, den die Nutzfläche ist ja auch gestiegen, auf dem SELBEN Stück Land erziehlt RR Soja in Kanada gerade mal +5% im ersten Jahr – bei einigen „Glücklichen“.

        Hier geht es doch aber nicht um Ertragssteigerung, sondern um die Patentierung von Leben und Lebensgrundlagen. Über den Eingriff im Gottes Schöpfung mögen sich Religions“wissenschaftler“ streiten, doch über die Langzeitfolgen von Genmanipulierten Lebensmitteln sollten wir uns alle Gedanken machen – schon unseren Kindern zu liebe.

        Die rechtliche Situation ist jedoch wesentlich bedenklicher. Monsanto hat ja weder den Soja erfunden, noch hat er diesen „verbessert“. Die einzige neue Eigenschaft ist, daß er nun die Gifte Monsantos überlebt. Der eigentlich patentierte Teil der Gensequenz von RR Soja liegt unter 0,3% – die Erfindung RR Soja ist demnach zu mehr als 99% nicht von Monsanto, vielleicht von Gott, aber ganz sicher eine Erfindung der Natur. Wieso lassen wir zu, daß die uns allen gegebene Natur von Monsanto patentiert werden kann?

        Das Thema ist wesentlich weitreichende und die Folgeprobleme weesentlich schlimmer als ich hier darstellen kann, aber der unkritische Umgang mit diesem Thema (insbesondere in Paraguay und Argentinien) ist erschreckend.

      3. Nicht die Produktionsmenge ist entscheidend, sondern der Ertrag pro Hektar. Und das mal über einen Zeitraum von6 Jahren vergleichen.
        Und dann die Umsatzsteigerung im Spritzmittelbereich. Nicht die Spritzmenge in Liter, sondern die Kosten für Spritzmittel. Dann sieht man, wo MS&Co sein Augenmerk liegen hat.

      4. Wie man am Beispiel dieses Kommentares erkennen kann, nimmt die Zahl der bezahlten Schreiber auf allen Ebenen immer mehr zu.

  2. Mir wäre lieber eine vernünftige Fruchtfolge ohne Genveränderte Samen. Bei Tomaten hat es den Geschmack so verändert, dass man sie auch gut den Schweinen verfüttern kann. Langfristig macht man den Boden kaputt bei Samen von Monsanto – ist aber meine persönliche Einschätzung.

    Jetzt aus Peru viele Grüße!

  3. Echt gewaltig, wieviele Leute hier „unheimlich gut“ Bescheid wissen – die einen vom Mainstream, die anderen vom Gegenmainstream. Nur der, der selbst aus der Landwirtschaft kommt, dem glaubt man nicht – es stand ja auch nicht irgendwo in der Zeitung oder im Kopp-Verlag, was die sagen, die es eigentlich wissen müssten.
    Das Beste ist noch der vorletzte Satz von Dirinella: Möge jeder zur Hölle fahren, der den Dreck entwickelt, verkauft, genehmigt…. Die, die ihn anbauen, haben leider oft keine andere Wahl, weil sie erpresst werden.

      1. Das ist kein Killerargument was Heiko benutzt ! Es gibt da doch nur ein einziges relevantes Argument fuer den der Genpflanzen anbaut . Und das heisst OEKONOMIE !
        Es ist nun einmal absolut unwirtschaftlich „normale“ Soja oder Maiz anzubauen !! Wer geht schon gerne Pleite.
        Seit 27 Jahren bauen wir in PY von Maiz , bis Soja , von Reis bis Weizen alles an . Und ich denke mal das wir das weiter moechten . Wenn alle hier , die absolut gegen alles sind , und soooo viel Ahnung haben , endlich mal sagen , was fuer uns kleine Landwirte die alternative ist, waere ich doch sehr dankbar !!

        1. Hallo Christian,

          suchst Du ehrlich nach einer Alternative? Gerade hier in Py gibt es verschiedene interessante Möglichkeiten, um gegen den Strom zu schwimmen. Klar, Monsanto, Bayer & Co. versuchen den Erzeuger unter Druck zu setzen. Sie schaffen ein ökonomisches Umfeld, in dem viele nur noch einen Weg sehen. Aber, wer die langfristigen Folgen berücksichtigt findet noch andere Möglichkeiten.
          Wenn Du Interesse an einem Meinungssaustausch hast melde Dich doch einfach mal.

          Miguel201061@gmail.com

          Gruss, Miha

          1. Hallo !
            Ich bin nicht der Meinung , das der oekonomische Druck von den Firmen ausgeht .Das spricht gegen meine Jahrelange Erfahrung.Die Gruende die den Produktor , insbesondere im Sojaanbau , zu den Gensoja brachten , bzw. bringen sind sehr vielschichtig . Der Oekonomische ist einer davon , aber nicht der Tragende . Hier spielten andere Faktoren eine uebergeordnete Rolle .
            Auch im Baumwollanbau ist der Grund fuer einen Siegeszug der RR Technik vorprogrammiert .Denn immer mehr Campesinos greifen schon jahrelang auf illegales Saatgut zurueck.
            Ich werde mich aber in jedemfall im laufe der kommenden Woche mal melden !

      2. Wir leben hier nicht auf der Sonnenseite des Lebens. Da kannst du nicht München mit Paraguay vergleichen. In DACH gibt es ein dickes Sozialnetz. Da fällt keiner so leicht durch – zum Leben reichts dann allemal noch. Die wirklich „armen Schweine“ hier, die notgedrungen diesen Müll anbauen kommen zwar nicht in den Knast – aber ihre Kinder haben nichts zu essen….
        Vielleicht sollte man bei solchen Beurteilungen, wie du sie abgibst mal vom Land ausgehen, wo wir leben (vielleicht lebst du ja in DACH) und nicht von DACH. Es kommt doch immer auf die örtlichen Begebenheiten an. Von aussen ist leicht aburteilen. Wenn du selbst deine Familie irgendwie auf dem Lande durchbringen müsstest, würdest du die Sache vermutlich etwas anders sehen. Man sollte halt nie die Realität aus den Augenwinkeln verlieren.

        1. Das die Kinder der Sojaanbauern hungern ist nun aber NEU !
          Selbst die Campesinos die Baumwolle serioes anbauen , und soweit es moeglich ist , den modernsten Standards in der Anbautechnik anwenden , geht es relativ gut . Immer fuer hiesige Verhaeltnisse betrachtet . Ob es nun richtig oder falsch ist ( im Sinne des Gesetzes falsch) das sie geschmuggelten ARG Samen verwenden lasse ich mal dahin gestellt !

    1. Da hast du voellig recht !
      Denn alle haben eine Lobby , nur der Produzent nicht !
      Ist ja auch voellig unwichtig was mit dem passiert.
      Erpresst wird eigentlich keiner Genpflanzen anzubauen ,es sei dann man nennt den oekonomischen Zwang Erpressung.

    1. Nein , wenn sie das nicht mehr tun , gibt es in den naechsten 5 Jahren keine kleinen und mittleren Betriebe mehr ! Nur die Grossbetriebe koennen auch langfristig ohne die OGMs ueberleben . Zur Zeit der Einfuehrung der OGMs haette es noch viele Alternativen gegeben .

      …und seit gestern sind den OGMs auch Tuer und Tor in die EU geoeffnet worden . Siehe Freihandelsabkommen Kanada / EU .

      1. Was für ein geballter Unsinn!

        Ok, Betriebe stellen wohl erst um, wenn sie keine Abnehmer mehr für ihr Gen-Soja/Mais finden. Der Tag ist nicht mehr allzu weit, denn die Kennzeichnungspflicht wird in jedem Fall kommen, und dann können die Produzenten einpacken.
        Gerade ein kleiner oder mittlerer Betrieb sollte sich lieber heute als morgen eine Alternative zum Gen-Pflanzen-Anbau einfallen lassen und seine Äcker entgiften.

        http://umweltinstitut.org/gentechnik/lebensmittel/gentechnik_im_tierfutter-504.html

        Freihandelsabkommen hin oder her – es wird eng für Monsanto auch in Europa.

        1. Selbst wenn ich dir Grundsaetzlich recht gebe , aber was aendert das ? Zur Zeit gibt es keine alternative fuer den Kleinlandwirt , die Gensoja durch andere zu ersetzen.
          Bei Maiz ginge dies noch . Bei Raps oder Canola ist das schon fast wieder schwierig , da wir hier meist auf Saatgut aus Kanada zurueckgreifen , welches Genraps ist.

          Mach dir doch nichts vor ! Besorg dir mal den Basistext des Freihandelsabkommens ! Da ist eigentlich schon alles begruendet : Fast null restriktionen fuer alle Importe aus dem Agrar und Foodsektor , dh. der Gentechnik ist in EU das Tor geoeffnet und so wie das Abkommen formul;iert ist , wird es keine neue Zeichnungspflicht auf Lebensmitteln geben .
          Nur Nebenbei : Kanada ist nach den USA der zweite Staat mit der groessten Verbreitung von Gentechnik , mit insgesamt mehr als 130 Sorten , die zugelassen sind. Paraguay hat nur 4 , und 5 im Prozess der Zulassung .
          Danke fuer den link ! Aber mal wieder ein kleiner Fehler drin : Brasilien wird dieses Jahr die Marke von 95 % bei Gensoja schaffen . selbst Genmaiz sind schon mehr als 50 %.(Daten des Landwirtschaftsministeriums/Brasilia)
          In Suedamerika sind nur noch Peru offiziell Genfrei (keine Zulassung) und Uruguay mit 3 Zulassungen die naechsten grossen Ziele der Konzerne .

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