Rio Tinto Alcan gerät ins Schlingern

London: Das Aluminiumgeschäft (Alcan) und der Kohle Abbau in Afrika entwickeln sich schlechter als erwartet für den britisch-australischen Konzern, der auch in Paraguay Fuß fassen will. Das zweitgrößte Bergbauunternehmen der Welt muss rund 14 Milliarden US-Dollar in diversen Bereichen abschreiben.

Folge daraus ist der Rücktritt des Vorstandschef Tom Albanese. Sein Nachfolger, Sam Walsh, war bis dato nur in der Eisenerzsparte des Unternehmens tätig.

Elf Milliarden US-Dollar allein sind der Aluminiumsparte zuzuschreiben, die in Neuseeland und Australien wegen hoher Verluste zum Verkauf stehen. Vor rund sechs Jahren musste Rio Tinto den Sektor Alcan für 38 Milliarden US-Dollar hinzukaufen, um nicht selbst aufgekauft zu werden. Nun wird auch versucht sich in Paraguay ein sicheres Standbein zu schaffen.

Niedrige Strompreise und unbedenkliche Vorschriften sollen hierzulande für eine Verbesserung der Lage sorgen. Trotz einer versprochenen Investition von 4 Milliarden US-Dollar ist die Opposition groß.

Der Minenbetreiber mit Firmensitz in London und Melbourne erlitt in den ersten sechs Monaten des letzten Jahres einen Gewinnrückgang von 22%. Der Nettogewinn schrumpfte auf 5,9 Milliarden US-Dollar. Im ersten Semester 2011 stand noch ein Plus von 7,6 Milliarden US-Dollar. Im November letzten Jahres wurde dem Konzern ein schweres Sparprogramm auferlegt. Die Gründe für die negative Entwicklung des Aluminiummarktes liegen für Rio Tinto Alcan bei den hohen Kosten für Energie sowie schlechte Wechselkurse.

(Wochenblatt / Handelsblatt)

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