Russland schickt wegen Kontamination 100 Tonnen paraguayisches Rindfleisch zurück

Moskau/Asunción: Heute wurde bekannt, dass die russische Regierung eine Lieferung von 100 t paraguayischem Rindfleisch aus Wladiwostok zurück nach Paraguay sendete. Wie eine russische Nachrichtenagentur meldete, hätten Lebensmittelprüfer im Fleisch E.Coli Bakterien entdeckt, weswegen die Fracht nicht angenommen wurde.

Für Paraguay ist dies ein Schlag ins Gesicht der weitaus größere Folgen haben könnte als jetzt abzuschätzen ist. Der Schlachthof aus dem das Fleisch stammt, Carpe Diem, war schon in mehrere illegale Fälle verwickelt und ist kein Mitglied der paraguayischen Kammer für Fleischproduzenten, versicherte Martin Bordaberry, Vizepräsident der Vereinigung.

Paraguay, als viertgrößter Rindfleischexporteur in Südamerika könnte einen Rufschaden nehmen, wenn Russland die Lieferungen ganz einstellt oder andere Länder gesundheitliche Bedenken bekommen. Jährlich wird für hunderte Millionen US-Dollar Fleisch in die ganze Welt exportiert. Paraguay genoss bis dato stets einen guten Ruf, als Land ohne Maul und Klauenseuche. Auf eine Einfuhr nach Europa wurde die letzten Monate hingearbeitet.

Der Schlachthof „Carpe Diem“ wurde wegen Fleischschmuggels aus Argentinien genauso untersucht wie wegen der falschen Deklarierung von Büffel als Rindfleisch.

Die Fracht, die so oder so von der staatlichen Tierhygieneinstitution (Senacsa) vernichtet werden muss, befindet sich derzeitig in Buenos Aires. Allerdings ist noch nicht klar ob die Fracht in Paraguay oder auf dem Weg nach Russland kontaminiert wurde. Die Untersuchungen werden nach der Ankunft eingeleitet.

(Wochenblatt)

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