Scharfes Essen verlängert das Leben

Der regelmäßige Verzehr von scharfem Essen könne die Lebenserwartung verlängern sowie das Risiko an Krebs und Herz- Kreislauferkrankungen vermindern, nach einer chinesischen Studie, die am vergangenen Mittwoch in der britischen Fachzeitschrift BMJ veröffentlicht wurde. „Unsere Analyse zeigt eine umgekehrte Korrelation zwischen dem Verbrauch von würzigen Speisen und der Gesamtmortalität bestimmter Todesursachen“, sagt das Forschungsteam.

Aus einer Stichprobe, die über mehrere Jahre mehr als eine halbe Millionen Chinesen untersuchte, zeigte sich, dass “diejenigen, die fast jeden Tag stark gewürzte Gerichte essen, mit einer 14%igen niedrigeren Wahrscheinlichkeit sterben als jene, die weniger scharfe Speisen einmal pro Woche zu sich nehmen“. Die Zuordnung gilt für Männer und Frauen gleich und wird noch verstärkt, wenn kein Alkohol zu sich genommen wurde.

Pfeffer und andere Gewürze aus China enthalten Capsaicin, welches auch weitere gute Eigenschaften besitzt, es dient zur Bekämpfung von Fettleibigkeit, ist entzündungshemmend, antioxidativ und schützt vor Krebs. Natürlich weist die Studie auch Schwächen auf, vor allem der Mangel an detaillierten Informationen über die Zusammensetzung der Mahlzeiten aus der Stichgruppe.

„Es ist nicht bekannt, ob die beobachteten Zusammenhänge eine direkte Folge des Konsums von Pfeffer oder anderer scharfer Gewürze sind oder weiterer günstiger Lebensmittel, die nicht berücksichtigt wurde“, sagte Nita Forouhi, Ernährungswissenschaftlerin an der Universität Cambridge.

Capsaicin ist übrigens auch ein in verschiedenen Paprikasorten, vor allem Chili, vorkommendes Alkaloid. Capsaicin hat, fundiert bewiesen, eine antibakterielle und fungizide Wirkung. Schon 2010 haben chinesische Forscher an Ratten nachgewiesen, dass der Stoff entspannend auf die Blutgefäße wirkt und dadurch den Blutdruck senkt.

Nun, in Paraguay, wird mittlerweile auch scharf gegessen und exotische Lokale, wie Inder, Japaner und Chinesen finden Anklang bei der Bevölkerung. Vielleicht liegt in jeder Studie doch ein Körnchen Wahrheit.

Quelle: La Nación

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