Scheinbestellung mit Messerbedrohung: Räuber-Duo gefasst

Asunción: Die Nationalpolizei hat in der Hauptstadt von Paraguay ein Paar festgenommen, das über soziale Netzwerke Bestellungen bei Geschäften aufgab und diese per Lieferservice anfordern ließ, um die Zusteller schließlich zu überfallen. Die Frau war minderjährig und wurde ihren Eltern übergeben.

Dem Polizeibericht zufolge gaben sich ein Mann und eine Jugendliche als Kunden aus, um verschiedene Waren bei Geschäften zu bestellen. Diese sollten an ihre Wohnung im Gebiet Kambala im Stadtteil Bernardino Caballero geliefert werden. Dort empfingen sie die Lieferboten und täuschten anschließend vor, die Zahlung nicht per Überweisung durchführen zu können.

Als die Arbeiter auf die Bezahlung beharrten, zogen die Täter eine Stichwaffe und raubten den Boten die Artikel ab. An einem einzigen Tag überfielen sie zwei Lieferdienste: Beim ersten Mal stahlen sie Kinder-Inlineskates, einem anderen raubten sie eine Induktionskochplatte sowie einen Standmixer. Die Verantwortlichen konnten jedoch bereits festgenommen werden.

Schließlich erhielten Beamte des Revierbereichs einen Anruf wegen eines erneuten Falls und rückten zur Wohnung aus, wo es ihnen gelang, den 30-jährigen Jeffrey Angelo Ygnacio Recalde Báez festzunehmen, der bisher nicht vorbestraft war. Das 7. Polizeirevier bestätigte, dass es sich um eine in der Gegend bekannte Person handelt.

„Wir sind in das Gebiet ausgerückt und konnten den Mann festnehmen, der Teil des Paares war, das die Artikel angefordert hatte. Nach Ermittlungsarbeiten konnten die gelieferten Produkte wiederbeschafft werden“, erklärte Misael Aguilera, Leiter des 7. Polizeireviers, im Interview mit den Medien.

Wochenblatt / La Nación

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