Schön aber …

Asunción: So wie in Afrika das Fischsterben durch Nilpferdkot hervorgerufen wird, sind es in der Bucht von Asunción die Zuflüsse der Kanalisation, die ungefiltert gleiches Unheil anrichten.

So schön die Bucht zum Sonnenuntergang sein kann, so viel Besucher wie sie anzieht, so stinkt sie auch, wenn Luftfeuchtigkeit und Temperaturen einen gefährlichen Mix ergeben. Darüber hinaus leiden auch die Fische durch die drei Zuflüsse mit menschlichen Fäkalien. Einige tote Exemplare finden sich immer am Ufer.

Es muss nicht erwähnt werden, dass die Bucht keinen Flusszulauf hat und somit das Wasser quasi stillsteht. Das einzige was Bewegung hineinbringt, sind die Zuflüsse aus der Kanalisation. Das Baden ist seit der Einweihung der Costanera verboten und wird des Öfteren nicht ernst genommen. Eventuelle gesundheitliche Probleme sind quasi vorprogrammiert.

Auch wenn die Küstenstraße mit ihren derzeit rund 4 km Länge zum spazieren, laufen oder ausruhen anregt, sollte man auf Aktivitäten im Wasser besser verzichten. Erst wenn die Essap ein stadtweites Klärnetzwerk einrichtet, was noch Jahre dauern kann, ist eine Erfrischung in der Bucht wieder ratsam.

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3 Kommentare zu “Schön aber …

  1. Dieses Bild findet man quasi überall in der 2. und 3. Welt. Andere Städte liegen eben am Meer und die Strömungen sind günstig. Das ist das einzige was sie rettet, mehr aber auch nicht. Es liegt also NICHT an der Regierung, privat, staatlich etc. das übliche Gerede. Das sind alles Ausreden und der eine schiebt so den Ball zum anderen.
    Man kann das an verschiedenen Dingen sehen. In Mitteleuropa ist das Trinkwasser nicht privatisiert, zumindest zum überwiegenden teil und es klappt mit Trinkwasser und Abwasser. In Paraguay ist es ebenfalls staatlich, klappt aber nicht. Wieder andere Staaten haben fleissig privatisiert und man zahlt einen Haufen Geld für die aus dem Hahn kommende Kloake, die man nicht einmal zum Kochen verwendet sollte. Aber keine Bange, es gibt ja Wasserflaschen, die man kaufen kann. Deshalb braucht man Einkaufszentren um die Wasserflaschen zu verkaufen, nehme ich an.
    Wirklich faszinierend ist nur, dass wir jetzt 2 bis 3 Jahrzehnte Globalisierung hinter uns haben und überall das selbe passiert ist.

    1. Stefan Krasulsky

      So ist es.

      Aber die Globalisierung wird sich bald in Wohlgefallen auflösen.

      Jedenfalls in dem Moment, wo der Petrodollar geht.

  2. Früher hatte die Bahia einen Fliesswasserzufluß im fondo, den riajo Caracara der nahe des Botanico floss und die Bahia mit dem Rio verband. Aus Dummheit oder Unwissenheit wurde der Zufluß leider zugeschüttet.