Ciudad del Este: Das Ministerium für Arbeit, Beschäftigung und soziale Sicherheit (MTESS) hat in der Firma Sincere S.A., einem Maquiladora-Betrieb zur Schuhherstellung in der Hauptstadt von Alto Paraná, nach einem Arbeitsunfall, bei dem einer jungen Arbeiterin die Hand amputiert wurde, schwere Arbeitsrechtsverletzungen festgestellt.
Die von der Generaldirektion für Inspektion und Überwachung durchgeführte amtsärztliche Intervention fand in der Fabrikanlage bei Kilometer 8,5 statt. Dort stellten die Inspektoren Anzeichen für die Vermeidung von Sozialversicherungsbeiträgen, überzogene Arbeitszeiten, mangelnde Schulung im Bereich Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie das Fehlen persönlicher Schutzausrüstung fest.
Der Einsatz wurde nach dem Unfall in der vergangenen Woche ausgelöst, bei dem die 18-jährige Evelin Liz Irala Aguilera beim Bedienen einer Presse eine ihrer Hände amputiert wurde. Ersten Informationen zufolge hatte die Arbeiterin nicht die notwendige Einweisung zur Bedienung der Maschine erhalten und verfügte trotz der gesetzlichen Verpflichtung im Maquila-Regime über keine IPS-Versicherung.
Der Fall wurde durch einen Protest der Angestellten öffentlich, die anprangerten, dass die Verantwortlichen des Unternehmens versucht hätten, den Unfall zu vertuschen. Die Demonstration zwang das MTESS, die Einrichtung aufzusuchen und die formelle Inspektion einzuleiten.
Das Ministerium teilte mit, dass die Untersuchung fortgesetzt werde. Sollten sich die Unregelmäßigkeiten bestätigen, drohen dem Unternehmen administrative Sanktionen und sogar die Weiterleitung des Falls an die Staatsanwaltschaft wegen möglicher Verstöße gegen die Arbeitssicherheitsbestimmungen.
Wochenblatt / adn digital















