Arbeitsministerium startet Kampagne: “Ihr Weihnachtsgeld, Ihr Recht“

Asunción: “Ihr Weihnachtsgeld, Ihr Recht“ heißt die vom Arbeitsministerium ins Leben gerufene Kampagne, um das Bewusstsein dafür zu schärfen, wie wichtig es ist, dass Arbeitnehmer ihr Recht auf diese außergewöhnliche Vergütung kennen und die Einhaltung dieser Rechte einfordern.

Diese Zahlung ist für Arbeitgeber gemäß Art. 243 des Arbeitsgesetzbuchs obligatorisch. Die Kampagne umfasst die Verbreitung nützlicher Nachrichten im Zusammenhang mit der Prämie, die vor dem 31. Dezember ausgezahlt werden muss, hieß es aus dem Arbeitsportfolio.

Der Betrag wird berechnet, indem das Jahreseinkommen des Arbeitnehmers in Form von Gehältern, Überstunden, Provisionen usw. addiert und durch 12 Monate geteilt wird. Familienzuschläge und Mutterschaftsurlaub sind von der Berechnung des Bonus ausgeschlossen. Für die Berechnung steht der Bonus-Rechner auf der Website des Arbeitsministeriums unter www.mtess.gov.py, dann unter Dienstleistungen und dann im Bonus-Rechner zur Verfügung.

Gemäß Art. 245 des Arbeitsgesetzbuches ist die Prämie nicht pfändbar, das heißt, sie kann unter keinen Umständen abgezogen werden.

Für den Fall, dass das Unternehmen seiner Verpflichtung zur Zahlung des Bonus nicht nachkommt, kann die betroffene Person eine Anzeige ab dem 2. Januar persönlich am Hauptsitz des Arbeitsministeriums an der Ecke Paraguarí / Luis Alberto de Herrera in Asunción sowie in den Regionalbüros im Landesinneren einreichen. Ebenso ist es möglich, eine anonyme Meldung zu machen, indem man die Mtess-Telefonzentrale unter (021) 729 0100 anruft.

Das Arbeitsministerium verfügt über spezialisierte Angestellte, die auf Anfragen antworten und Arbeitgeber und Arbeitnehmer beraten, um eine wirksame Einhaltung dieser Verpflichtung zu gewährleisten.

Wochenblatt / ADN Paraguayo / Beitragsbild Archiv

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8 Kommentare zu “Arbeitsministerium startet Kampagne: “Ihr Weihnachtsgeld, Ihr Recht“

  1. Nachwievor will mir das Prinzip des Weihnachts- und Urlaubgeldes nicht einleuchten.
    Wer arbeitet bekommt Geld. Wer nicht arbeitet bekommt auch kein Geld.
    Oder arbeiten die Angestellten im Dezember doppelt so lange oder doppelt so hart?
    Kann ein Unternehmer nun auch seine Kunden um Weihnachtsgeld bitten?
    Geld gegen Leistung und Geld gegen Ware, nur das macht Sinn!
    Mann kann das Geld für Weihnachten oder seinen Urlaub auch sparen.
    Einfach mal ein paar Biere bei jedem Asado weniger, dann klappt das auch mit den Weihnachtsgeschenken für die Kinder.

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  2. das weihnachtsgeld entspricht den 13. monatslohn und das sollte den europäern nichts neues sein. warum sollte das hier in paraguay anders sein?? ich finde das ganz in ordnung so. als wir noch in dach wohnten haben wir darauf ja auch nicht verzichtet, oder? da kam aber noch eine gratifikation zusätzlich hinzu für gute arbeitsleistung

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    1. Mit dem Argument “weil man es immer so gemacht hat” könnten wir heute auch noch Hexen verbrennen.
      ……was bei manchen Weibern vielleicht sogar angebracht wäre…..
      Aber mal im Ernst,
      ich habe auch viele Jahre in Deutschland gewohnt und ich habe noch niemanden kennengelernt, der eine Weihachtsgratifikation bekommen hätte. Diese Sitte kenne ich nur aus amerikanischen Filmen und sie ist dort nicht zusätzlich zum Weihnachtsgeld, sondern sie ist das Weihnachtsgeld, das in den USA in den allermeinsten Branchen nicht vorgeschrieben ist, sondern eine freiwillige Leistung des Arbeitgebers ist, die auch in Form von Geschenken, also nicht monetär erfolgen kann.

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  3. Bei meinem letzten Arbeitgeber in Deutschland hab ich den halben Monatslohn als Weihnachtsgeld bekommen. In Deutschland ist es ein zusätzliches Entgelt, also nicht verpflichtend – was ich vollkommen ok finde.
    Wenn es dem Arbeitgeber wirtschaftlich schlecht geht, wäre es auch irrsinnig, Weihnachtsgeld zu verlangen, da würde ich auch drauf verzichten – was viel wichtiger ist, sind ein angenehmes Betriebsklima, einen Lohn, wo man sich persönlich nicht ausgebeutet fühlt und einen verständnisvollen Vorgesetzten.
    In Paraguay ticken die Uhren diesbezüglich ja völlig anders. Hier ist es egal, wie schlimm der Chef ist, hauptsache man bekommt sein Aguinaldo. Da wird manch Frau sogar am Arbeitsplatz se*uell belästigt, man lässt es sich ergehen – hauptsache man ist “sicher” im Job und bekommt sein Aguinaldo, der superwichtig ist, um über die Feiertage es hemmungslos auszugeben – in Asado, Weihnachtsgeschenke und Feuerwerk.

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  4. Ich arbeitete viele Jahre in Deutschland und bekam nie einen Aguinaldo.
    Das sogenannte Weihnachst- und Urlaubsgeld ist dort nämlich eine freiwillige Leistung, die der Arbeitgeber gewähren kann, aber nicht muss.
    Hier ist der Aguinaldo obligatorisch.
    Ich finde es nicht in Ordnung, daß so etwas vom Gesetz vorgeschrieben wird.
    Wer seinen Arbeitgebern einen Bonus bezahlen möchte, weil sie z.B. sehr gut gearbeitet haben und ehrlich waren, der sollte es tun können.
    Aber der Zwang, jedem ein 13. Monatsgehalt ohne Gegenleistung bezahlen zu müssen, ist einfach absurd.

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    1. So sehe ich das auch.
      Anstatt gezwungen zu werden jedem einen Bonus zu zahlen, auch den faulen, würde ich den lieber den fleißigen zahlen.
      Leider hat man in Paraguay kaum noch Spielraum gute Leute zu belohnen, weil durch die im Vergleich zum BIP/Kopf sehr hohen Mindestlöhne + 13. Monatsgehalt man schon am Rande seiner Möglichkeiten ist.

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  5. natuerlich freut es mich als Unternehmer nicht dieses 13.te Monatsgehalt zu bezahlen. Aber es ist eben eine gestzlich verankerte Tradition.Darum wird es diese Zahlung beim C-team auch in 2023 geben.Mein Team hat das verdient ubd zwar nicht weil es Gesetz ist sondern weil die Leistung stimmt.

  6. Wo bleibt die Dankbarkeit das der Chef ,Eigentümer Arbeitsplätze geschaffen hat? Wer bezahlt die Steuern und IPS eine Krankenversorgung die wegen Korruption und Vettern Wirtschaft nicht funktioniert. Es sind die Unternehmer und was macht der Staat der jetzt groß rum tönt, mit den Rentner? Sie werden abgespeist obwohl Steuereinnahmen für sie mehr Geld bereit halten würde. Groß rum posaunen 13 Monatsgehalt auf Kosten der Unternehmer ja das geht gut.
    Nein ich bin gegen 13 Monatsgehalt und solch Unsinn, wer fleißig in einem Betrieb arbeitet und sieht das der Betrieb gut da steht sollte für Fleiß und Arrangement gerne mit Prämien belohnt werden. Aber wenn Politiker das fordern ist das nur Populismus.

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