Schwerwiegende Verstöße in einer Haftanstalt angeprangert

Villarrica: Das Regionalgefängnis in der Hauptstadt von Guairá wurde in Alarmbereitschaft versetzt, nachdem der Besuch einer Delegation zur Verhütung von Folter (MNP) eine Reihe schwerwiegender Unregelmäßigkeiten in der Strafanstalt bestätigte.

Nach Angaben des Leiters der Delegation, Kommissars Renzo Cristaldo, herrsche im Gefängnis eine Überbelegung, die die erlaubten Grenzwerte überschreitet, außerdem werden Speisen serviert, die als ungesund gelten, und kranke Insassen würden nicht angemessen behandelt.

Während des Besuchs wurde eine Überbelegung der Zellen beobachtet, die zu menschenunwürdigen Bedingungen für die Insassen führt, sowie Fälle von Tuberkulose festgestellt. Diese Bedingungen kommen zu einer Reihe zuvor festgestellter Unregelmäßigkeiten hinzu, darunter Misshandlung und Folter von Häftlingen.

Cristaldo wies darauf hin, dass die Justizvollzugsanstalt Villarrica bereits bei früheren Inspektionen Empfehlungen erhalten habe, sich die Bedingungen jedoch nicht verbessert hätten. Die aktuelle Situation hat zur Ausrufung der höchsten Alarmstufe Rot geführt, was auf einen kritischen Zustand in der Strafanstalt hinweist.

Die örtlichen Behörden wurden über diese Unregelmäßigkeiten informiert und es wird erwartet, dass dringend Maßnahmen ergriffen werden, um der Überbelegung entgegenzuwirken, die Lebensbedingungen der Insassen zu verbessern und sicherzustellen, dass sie eine angemessene medizinische Behandlung erhalten.

Die Institution MNP wird die Situation im Gefängnis von Villarrica weiterhin überwachen, um die Achtung der Menschenrechte von Menschen zu gewährleisten, denen die Freiheit entzogen ist.

Wochenblatt / Vision Comunicaciones / Beitragsbild Archiv

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9 Kommentare zu “Schwerwiegende Verstöße in einer Haftanstalt angeprangert

  1. Warum kommt hier nur keiner auf die Idee, im Chaco große Zeltlager für Gefangene zu errichten? Texas macht das seit Jahren mit Erfolg vor. Im übrigen liegt die Kriminalitätsrate in Texas am niedrigsten in der gesamten USA und damit gleichzeitig am niedrigsten auf dem gesamten Kontinent überhaupt. Doch bringe mal stupiden Ignoranten etwas bei, vor allem wenn das aus den USA kommt, dem Erzfeind vieler korrupter Paraguayer und zugewanderten Dummköpfen aus Deutschland.

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    1. Noch dazu obwohl oder wie ich finde sogar gerade weil Texas mit die liberalsten Waffengesetze in den USA haben. Was die Rufe der Demokraten und Waffengegner ad absurdum führt.

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    2. Noch eine Anekdote zu Texas:
      Als ich das letzte mal in Texas auf Besuch bei einem guten Freund war, vor etwa 23 Jahren, wurde mir davon berichtet, was sich drei Tage vorher in einer Kleinstadt in der Nähe meines Besuchsortes zutrug. In Texas gab es damals (ob das auch heute noch so ist weiß ich nicht) sogenannte SCHNELLRICHTER. Die waren zuständig für kleinere Delikte unterhalbs der Gewaltschwelle. Es wurde ein Dieb auf frischer Tat erwischt und sofort einem Schnellrichter im Beisein des Sheriffs vorgeführt. Der Kleinkriminelle wurde zu 10 Kinnhaken verurteilt (kein Witz!) Daraufhin umklammert ihn der Schnellrichter von hinten um ihn festzuhalten, damit der Sheriff die Strafe ausführen konnte. Zwei Schläge des Sheriffs trafen, doch beim dritten Schlag gelang es dem Deliquenten dem Schlag auszuweichen, worauf der Schlag des Sheriffs das Kinn des Schnellrichter voll auf den Punkt traf. Dieser ging darauf k.o.! Viele der örtlichen Sheriffs traten öffentlich auf, wie man sich das aus Zeiten des Wilden Westens vorstellen konnte. Mächtig von Gestalt kamen sie auf einem schweren Motorrad an, stellten sich irgendwo auf und beobachteten mit strenger Miene die Menschen und den Straßenverkehr. An jeder Seite ein großen Colt umgegürdet. War schon sehr beeindruckend für mich aber völlig normal dort. Wer öffentlich angetroffen wurde mit unverpackten Alkoholflaschen, wurde ebenfalls sofort an Ort und Stelle zu nicht unempflndlichen Strafen verurteilt. Auf dem Lande hatte niemand Angst vor Einbrechern. Viele Bürger schlossen nachts nicht einmal ihre Haustüren zu. Solche Verhältnisse wünschte ich mir auch für Paraguay. Schnellrichter und Haftanstalten in der Pampa in großen, schwer bewachten Zeltstädten. Das könnte vielleicht Wunder bewirken.

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      1. Ob nun 10 Kinnhaken eine gute Strafe für Kleinkriminelle sind, da habe ich so meine Zweifel. Denn Kinnhaken können bei untrainierten Menschen leicht zu Hirnschäden und dem Tod führen.
        Aber ihn über einen Holzbock zu spannen, Hosen runter und dann mit einer Haselnussrute das Ärschchen rot prügeln, das fänd ich ok.

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  2. Und was sagt der Gefängnisdirektor dazu?
    Entweder a) das das alles nicht stimmt oder b) wenn Beweisfotos vorhanden sind, dass man zügig die SItuation verbessern werde. Zügig heißt, in etwa 15 Jahren.. oder gar nicht. Kommt halt auf den Nachfolger an.

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