Sohn will Mutter nach Unfall helfen und wird erschossen

Ein junger Mann wollte seine Mutter unterstützen, die einen kleinen Autounfall mit einem Motorradfahrer verursachte, nachdem dieser falsch abbog. Der Sohn wollte den Unfallverursacher an der Flucht hindern und wurde daraufhin erschossen.

Vorgestern Abend fuhr die Mutter mit ihrer 18-jährigen Tochter in einem Auto auf der Avenida San Antonio auf dem rechten Fahrstreifen. Ein Motorradfahrer vor ihr wollte plötzlich nach links abbiegen. Dabei kam es zu einem leichten Zusammenstoß, weil die Lenkerin nicht mehr rechtzeitig bremsen konnte und der Motorradfahrer stürzte auf den Asphalt. Die Frau rief ihren Sohn und Ehemann an damit diese ihr in der Situation helfen sollten. Der Motorradfahrer blieb bei dem Unfall unverletzt.

Wenige Minuten später traf der Sohn, Rodrigo Barrios, an der Unfallstelle ein. In der Zwischenzeit war auch die Polizei verständigt worden. Unterdessen versuchte der Unfallverursacher auf dem Motorrad zu fliehen und Barrios nahm die Verfolgung auf. Daraufhin schoss der Flüchtende auf den Verfolger und tötete ihn.

Maria José Pérez, ermittelnde Staatsanwältin, bestätigte, dass Barrios mit einer Waffe, Kaliber 22, erschossen wurde. „Er war noch am Leben aber bewusstlos. Als er in das Krankenhaus von Ñemby eingeliefert wurde konnten die Ärzte nur noch den Tod feststellen“, sagte Pérez. Der mutmaßliche Täter konnte festgenommen werden befindet sich in Untersuchungshaft. Gegen ihn besteht bereits ein Haftbefehl wegen anderer Straftaten.

Quelle: Hoy.com.py