Soja-Boom voraus? Experten sehen Potenzial für 15 Millionen Tonnen in Paraguay

Asunción: Die Sojaproduktion in Paraguay stagniert seit einigen Jahren. Durch den Einsatz technologieorientierter Produktionsmodelle könnten jedoch mehr als 15 Millionen Tonnen erreicht werden.

Paraguay wird die laufende Agrarsaison voraussichtlich mit einer Sojaproduktion von etwas über 10 Millionen Tonnen abschließen. Dieses Niveau hält sich seit 2023, dem Jahr der Erholung nach dem historischen Einbruch von 2022 infolge einer schweren Dürre.

Für Hernán Passini, CEO und Präsident von Bayer für Paraguay und Bolivien, ist das Potenzial des Landes enorm. Er hält es jedoch für grundlegend, Technologie in die Produktionsmodelle zu integrieren, um bessere Erträge zu erzielen und das Produktionsvolumen des Landes zu steigern. Er erklärte, dass dieser notwendige Fortschritt Teil eines Arbeitsplans ist, den der Sektor in den letzten Jahren verfolgt hat und dessen Ergebnisse nun sichtbar werden.

Passini wies darauf hin, dass die Durchschnittserträge beim Sojaanbau derzeit bei etwa 2.830 kg pro Hektar liegen. Wenn jedoch im selben Jahr und in denselben Gebieten moderne Technologie eingesetzt wird, konnten Erträge von bis zu 4.800 kg pro Hektar erzielt werden – also fast das Doppelte. Dies spiegele das enorme Potenzial der Landwirtschaft wider.

„Das sind 2.000 kg mehr pro Hektar. Das ist eine Menge und würde uns zu einer Gesamtproduktion von 17 Millionen Tonnen führen. Unser Ziel als Industrie sind derzeit 15 Millionen Tonnen, und wir sehen, dass dies machbar ist. Ich bin überzeugt, dass diese 15 Millionen Tonnen erreicht werden können“, versicherte er. Er fügte hinzu, dass das Erreichen dieses Niveaus die konsequente Einführung von Technologie und die Berücksichtigung verschiedener Produktionsvariablen erfordert.

In diesem Zusammenhang betonte er, dass in Paraguay bereits interessante Arbeit geleistet wird, da Spitzentechnologie zur Erreichung dieser Erträge vorhanden ist. Dennoch sei es wichtig, die Produzenten bei der Einführung dieser innovativen Modelle zu begleiten.

Mais: Ein weiteres Erfolgsbeispiel

Passini erwähnte, dass die gleiche Situation beim Mais zu beobachten ist. Durch die Anwendung innovativer, technologieorientierter Produktionsmodelle wurden außergewöhnliche Erträge erzielt. Er erklärte, dass das verwendete Saatgut (unter anderem Dekalb, Agroeste und Agroceres) Ertragsspitzen von bis zu 12.000 kg pro Hektar in der Nachernte (Zafriña) erreichte, während der Durchschnitt normalerweise bei 6.700 kg lag.

„Wenn man diese realen Daten sieht – ich spreche nicht von Projektionen oder Modellen –, dann erkennt man, dass das Potenzial nicht nur vorhanden ist. Es ist eine Frage des Prozesses, wie wir Technologien integrieren, um einen direkten Einfluss auf die Wirtschaft des Landes zu haben“, fügte er abschließend hinzu.

Wochenblatt / Forbes Paraguay

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