Soziale Leistungen werden oft missbraucht

Villarrica: Senioren und Mütter mit Kindern bekommen soziale Leistungen vom Staat, unter bestimmten Voraussetzungen. Jedoch führt dies oft zu einem eklatanten Missbrauch.

Gibt es etwas umsonst, stehen die Paraguayer Schlange. In Villarrica, der Hauptstadt von Guairá, beklagten sich ältere Menschen darüber, dass viele staatliche Gelder in Form von Rente bekämen, die es eigentlich gar nicht nötig hätten. Noch dazu seien viele schon registriert, sogar zweimal, aber es erfolgten keine Zahlungen.

„Ich war bereits mehrmals auf der Stadtverwaltung und bin in den Fond eingeschrieben. Der Beamte erklärte mir, dass ich beim ersten Mal aus der Liste gestrichen wurde nun aber registriert bin. Trotzdem bekam ich noch kein Geld. Andere, die erst vor Kurzem eingeschrieben worden, erhielten schon eine Unterstützung. Das ist unfair“, beklagte sich Edista Martinez Larramendi, 68 Jahre alt.

Naida Acosta ist 76 Jahre alt und sitzt im Rollstuhl. Sie benötigt ebenfalls Hilfe. „Ich brauche unbedingt finanzielle Unterstützung, sonst sterbe ich. Seit 11 Jahren sitze ich im Rollstuhl“, sagte sie.

Anibal Bogado ist der verantwortliche Sachbearbeiter für Renten- oder Pflegeanträge in Villarrica. Er sagte, viele würden die Anforderungen aus dem Finanzministerium nicht erfüllen. Von den 2.500 Senioren, die im Oktober letzten Jahres befragt und besucht wurden, würden nur 1.440 dazu berechtigt sein. Die Anforderungen sind hoch. Wenn eine intakte Familie besteht müssen zuerst die Angehörigen Hilfe leisten, vorrangig profitieren einzelne Personen von den sozialen Leistungen.

Quelle: ABC Color

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1 Kommentare zu “Soziale Leistungen werden oft missbraucht

  1. Vor Ort haben doch wieder lokale „Politiker“ die Hand auf den Eintragungen. Hier im Ort beobachte ich solche Dinge ganz genau. Aeltere Leute, die ueber Haeuser, Grundstuecke , Viehbestand etc. verfuegen, bekommen diese Altersrente und andere, die es bitter noetig haetten, ziehen wie immer die A- Karte.
    Genauso bei dem Geld fuer Muetter, da sind auch seltsamerweise Maenner dazwischen. Mir sind hier Damen bekannt, die z.T. bis 600.000G beziehen. Aber man glaube nicht, es wuerde sinnvoll angelegt, vieles fliesst in die Kassen von Tigo, Alkoholismus, Kartenspielerei und Volleyballtuniere an der Ecke. Keiner kaeme auf die Idee, man koennte ja mal die Grundstueckstitelfrage loesen oder seine Bude verbessern.
    Und bei den Damen handelt es sich durchweg um arbeitsfaehige Personen. Aber wenn man fuer Faulenzerei Geld bekommen kann, dann ist mit arbeiten nichts mehr drinnen. Man hat ja fuer alle Faelle noch die Spardose im Untergeschoss.