Spionageskandal sorgt für Aufsehen

Nachdem ein Journalist einer Tageszeitung die Bewegungen der Frau des Kommandanten der paraguayischen Streitkräfte und der unter ihrer Führung stehenden Stiftung veröffentlichte, wurde er mit militärischem Gerät abgehört. Nun steht die Frage im Raum, wer dafür verantwortlich ist.

Vor wenigen Wochen machte die Tageszeitung Abc Color darauf aufmerksam, wie die Frau von General Luis Gonzaga Garcete, Kommandant der paraguayischen Streitkräfte, ihren Arbeitstag außerhalb des Arbeitsplatzes verbrachte und wie sie eine Stiftung führte, die mit Mittels aus dem Verteidigungshaushalt finanziert wurde.

Diese Veröffentlichung sorgte für die Einleitung einer Überwachung mit Geräten, die zuvor im EPP Einflussgebiet Einsatz fanden. Während Franz Wiebe entführt wurde, war das Equipment in Asuncion im Einsatz, so dass die gemeinsamen Einsatzkräfte nicht ausreichend das Gebiet um Rio Verde abhören konnten.

Abgesehen davon, dass der Einsatz der Überwachungstechnik nicht für jedermann genutzt werden sollte, spionierte man anscheinend die Presse aus, was eine Zweckentfremdung darstellen würde.

Der ehemalige Führer der Gemeinsamen Einsatzkräfte (Militär und Polizei) erklärte, dass solch ein Einsatz nur vom Präsidenten des Landes angeordnet werden kann, womit die Frage im Raum steht, ob dem so war oder ob eigenhändig agiert wurde.

Anscheinend wurde versucht herauszufinden, wer aus den militärischen Reihen, die Informationen der Presse zugespielt hat.

Die Reaktionen auf die heutige Veröffentlichungen werden zeigen, wer die Verantwortung dafür trägt. Senator Hugo Richer (Frente Guasu) erklärte am heutigen Morgen, dass auch er der Meinung ist, dass die Abhörtechnik bei lokalen Politikern Anwendung findet.

Da Horacio Cartes heute Morgen zu einem Staatsbesuch nach Mexiko aufbrach erklärte Vizepräsident Juan Afara, dass die Überwachung von Journalisten nicht die Aufgabe der Regierung sei, womit er die Verantwortung dafür nicht auf sich nimmt.

Quelle: Abc Color

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1 Kommentare zu “Spionageskandal sorgt für Aufsehen

  1. Schön ist es nicht, dumm gelaufen,aber was will man machen Geheinisverrat ist eine Strafttat.Wer ist der Kibitz!
    Und vorallen sehr Hinderlich wenn man eine Operation machen möchte und es wird vorher schon breitgeschiert
    Es ist leider bedauerlich das nicht genung Handyscanner/Catcher vorhanden sind.
    Diese Dinger kosten doch nicht mehr die Welt und sind billig geworden.
    Rode&Schwarz verkauft sie!