Asunción: Der paraguayische Ärzteverband fordert erneut, dass alle ausländischen Medizinstudenten (einschließlich brasilianischer Staatsbürger) einen Kompetenznachweis in den Landessprachen Spanisch und Guaraní erbringen müssen.
In einer offiziellen Mitteilung begrüßte der Verband die Entscheidung der Exekutive, Einspruch gegen den Gesetzentwurf Nr. 7604/2025 einzulegen. Dieser Entwurf sah vor, die Anforderungen an die Sprachzertifizierung für ausländische Studenten zu lockern.
Das zuvor vom Kongress verabschiedete Gesetz zielte darauf ab, Studenten aus dem Ausland den Zugang zu lokalen Universitäten zu erleichtern, damit Paraguay ein “attraktiver Standort für die Hochschulbildung“ bleibe.
Die Ärztekammer hält jedoch dagegen: Jeder ausländische Medizinstudent – ob im Grundstudium oder in der Facharztausbildung – dessen Muttersprache keine der offiziellen Landessprachen ist, müsse zwingend ein gültiges Sprachzertifikat vorlegen.
„Diese Maßnahme ist entscheidend, um das Modell einer kommerzialisierten Ausbildung zu stoppen, bei der die bloße Anwerbung von Studenten Vorrang vor der Qualität der Ausbildung hat“, heißt es in dem Schreiben.
Darüber hinaus fordert der Verband das Bildungsministerium (MEC) auf, das geltende Dekret Nr. 5147 durchzusetzen. Demnach soll der Nachweis über Spanisch- und Guaraní-Kenntnisse eine Grundvoraussetzung für die Zulassung, Immatrikulation und den Verbleib an der Universität sein. Zudem wurden die Kontrollbehörden CONES und ANEAES aufgefordert, diese Regeln noch vor Beginn des akademischen Zyklus 2026 in allen Universitäten verbindlich zu verankern.
Wochenblatt / Hoy















