Steuern für Online-Einkäufe auf dem Prüfstand

Mehrere Maßnahmen sind im Gespräch, damit die Steuereinnahmen erhöht werden, Finanzminister Santiago Peña stellte dabei vor allem die Ausnahmeregelung bei Online-Einkäufen in den Vordergrund, sie soll an erster Stelle stehen, die eine Reform bekommt.

Das neue Steuerpaket soll es ermöglichen, ein Defizit in Höhe von 1,5% beim Haushaltsplan einzuhalten und auch das prognostizierte Ziel von 4% beim Wirtschaftswachstum sicherzustellen.

Für Einkäufe im Internet sollen Steuerbefreiungen wegfallen. Das Gesetz Nr. 5016/13, welches verschiedene Punkte regelt und insbesondere Ausnahmen bei der Mehrwertsteuer sowie bei der selektiven Verbrauchssteuer beinhaltet, steht auf den Prüfstand und wurde vom Finanzminister zur Überarbeitung eingereicht.

Marta González, stellvertretende Ministerin für den Bereich Steuer, bestätigte gegenüber Medien, dass eine Kommission daran arbeite. Es ist beabsichtigt, dass alle Online-Käufe besteuert werden, unklar ist nur noch, ob grundsätzliche alle Produkte betroffen sind oder nur diejenigen, die über den Postweg ins Land kommen.

Des Weiteren diskutiert man, ob der Endverbraucher oder Importeur die Steuer abführen muss. Die Zollbehörde soll zuständig für die Durchführung sein, Kreditkarten dienen als Quellenangabe und Information.

Im Augenblick sind Einkäufe über das Internet bis zu einem Warenwert von 100 US Dollar steuerfrei. Eine Zollstatistik von Mai 2015 zeigt, dass Internet-Einkäufe im Wert von 1,773 Milliarden Guaranies (340.961 US$) getätigt wurden und Steuereinnahmen in Höhe von 659 Millionen Gs. (US$ 126.730) anfielen.

Andere Punkte stehen zur Diskussion, eine Anwendung der Quellensteuer auf landwirtschaftliche Einkünfte aus dem Verkauf von Vieh und Sojabohnen, höherer Bußgelder für Verkehrsstraftaten, eine Mehrwertsteuer auf Finanzaktivitäten von Genossenschaften und eine Erhöhung der Tabak- und Grundsteuer.

Quelle: ABC Color

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3 Kommentare zu “Steuern für Online-Einkäufe auf dem Prüfstand

  1. Bevor man neue Steuern einführt, sollte man erstmal feststellen, ob alle bisher erhobenen Steuern sinnvoll und zweckmäßig eingesetzt wurden. Ein Rechenschaftsbericht auf Heller und Pfennig währe angemessen.
    Auch ist Wirtschaftswachstum nicht der Weisheit letzter Schluss wie man ja an den hässlichen Auswüchsen des Kapitalismus mit Kriegen, Massenmorden, Umweltzerstörung und Vertreibung , einzig zur Erhaltung des auf Wachstum basierenden Finanzsystem sehen kann. Wirtschaft sollte zu aller erst im eigenen Land funktionieren und der Versorgung der Bevölkerung dienen. Erst dann sollte Wirtschaft in einem separatem Netz nach außen betrieben werden.

    1. Erster Satz: Einverstanden. Aber was hat das, was danach kommt, bitte für einen Sinn? Dieses Copy&Paste aus irgendwie gearteter Kapitalismuskritik und völlig unpassenden Aussagen („Wirtschaft sollte zu aller erst im eigenen Land funktionieren und der Versorgung der Bevölkerung dienen“ . Hallo? es geht um Steuern in Paraguay und damit wohl nicht um Nordkorea, sondern gerade um das das „eigene Land) macht einen doch echt krank. Und „Erst dann sollte Wirtschaft in einem separatem Netz ach außen betrieben werden“ hört sich nun wirklich nach einem Roboter an, der hier kommentiert. „Waise Worte“ – also für mich sind es das nicht.

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