Studieren für die Heimat: Drei junge Ingenieure und ihr Weg zum Elektro-Projekt

Asunción: Die Einführung von Elektrobussen im öffentlichen Nahverkehr des Ballungsraums der Hauptstadt von Paraguay ist ein Großprojekt des Ministeriums für öffentliche Arbeiten und Kommunikation (MOPC).

Maßgeblich unterstützt wird dieses Vorhaben durch junge paraguayische Fachkräfte, die an der Polytechnischen Universität Taiwan-Paraguay ausgebildet wurden. Sie begleiten das Projekt in allen Phasen – von der Infrastruktur bis hin zur technischen Überwachung des laufenden Betriebs.

Federico Vera, Ingenieur für Elektromechanik, ist Teil des technischen Teams, das den Modernisierungsprozess begleitet. Während seines Studiums verbrachte er zwei Jahre in Taiwan und absolvierte dort ein Praktikum – eine Erfahrung, die seine berufliche Entwicklung maßgeblich prägte.
„Aktuell arbeite ich im Vizeministerium für Verkehr als technischer Berater im Bereich Elektromobilität. Mein Schwerpunkt liegt auf dem Implementierungsprozess, der operativen Überwachung und der Wartung der elektrischen Einheiten“, erklärt er.

Fachwissen aus Taiwan für Paraguays Fortschritt

Ein weiterer Experte in diesem Team ist Bruno Sánchez, ebenfalls Ingenieur für Elektromechanik und Absolvent derselben Universität. Er verbrachte einen Teil seiner akademischen Ausbildung in Taiwan und sieht darin eine Chance, aktiv zum Fortschritt seines Heimatlandes beizutragen. Heute arbeitet er als technischer Assistent bei der Firma Master Bus, die für die Herstellung der im System eingesetzten Elektrobusse verantwortlich ist.

Ergänzt wird das Team durch den Ingenieur Fernando Segovia. Er war als Bauleiter für die elektrischen Anlagen und die notwendige Infrastruktur verantwortlich, ohne die der Betrieb der Busse nicht möglich wäre. Auch er betont, dass der Aufenthalt in Taiwan eine entscheidende Erfahrung war – nicht nur wegen des Fachwissens, sondern auch wegen des Kontakts mit anderen Arbeitsweisen.

„Im Ausland zu sein und andere Realitäten kennenzulernen, ermöglicht es einem, enorm viel zu lernen. Es ist wichtig, die guten Dinge, die man in anderen Ländern beobachtet, mitzubringen und hier anzuwenden“, betont er.

Erfahrungen, die Wege ebnen

Die jungen Profis sind sich einig: Es ist wichtig, dass mehr junge Paraguayer den Mut fassen, im Ausland zu studieren und neue Möglichkeiten zu erkunden. Der Blick über den Tellerrand erweitere die berufliche Vision und ermögliche den Erwerb von Wissen, das später direkt in Projekte für die Entwicklung Paraguays fließen kann – so wie es jetzt bei der Umstellung auf Elektrobusse geschieht.

Wochenblatt / El Independiente

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