Syrer am Flughafen verhaftet

Ein syrischer Staatsbürger wurde auf dem internationalen Flughafen in Asunción verhaftet, er reiste mit einem griechischen Pass ein, der zwar echt gewesen sei, dessen Inhalte jedoch gefälscht wurden, so berichtete die Einwanderungsbehörde gegenüber der Presse.

Der Mann aus Syrien wurde schon am Sonntag festgenommen, bei der Einreise nach Paraguay präsentierte er einen Personalausweis und Reisepass aus Griechenland, beide Dokumente wurden zusammen mit vielen weiteren gestohlen, so lautete die weitere Erklärung in einer Mitteilung. Griechenland hat sich mittlerweile als einfaches Einreiseland für Flüchtlinge entwickelt aus dem angeblich auch die Attentäter in Paris gekommen seien. An der Beweissicherung und weiteren Ermittlungen waren die Behörden Interpol, Nationalpolizei und Staatsanwälte aus Luque involviert. Der Beschuldigte befindet sich in Untersuchungshaft, zuständig ist nun Interpol für weitere Ermittlungen, bis geklärt wird, ob der Mann abgeschoben wird oder in Paraguay verbleibt.

Die Einwanderungsbehörde am Flughafen erklärte, sie seien angewiesen worden im Rahmen der Terroranschläge in Frankreich ihre Kontrollen zu verstärken, dies betreffe aber auch den Zoll und weitere Behörden.

Paraguay hat mittlerweile 23 syrischen Staatsbürgern Zuflucht gegeben, mehr als drei Millionen sind seit Ausbruch des Bürgerkriegs 2011 auf der Flucht. 40 Anfragen auf politisches Asyl seien noch in Bearbeitung, so die Nationale Kommission für Flüchtlinge (CONARE). Jeder Fall müsse individuell geprüft werden, so ein Sprecher aus der Institution, dies brauche seine Zeit, weitere Anträge seien nicht dazu gekommen.

Quelle: ABC Color