Tauschhandel der letzte Schrei

Ciudad del Este: Die Idee von “Cambachivache“ aus Asunción ermutigte eine junge Frau aus der Hauptstadt von Alto Paraná mit ihren Freunden eine ähnliche Website zu erstellen. Dank dieser Initiative hat der Tauschhandel auch vielen Familien in diesem Departement geholfen.

„Als ich mich der Gruppe anschloss und herausfand, worum es speziell ging, sagte ich: ‘Oh, das muss auch in Ciudad del Este sein‘. Ich sprach mit einigen Freunden, sie baten mich, die Gruppe zu gründen, ich tat es und so existiert sie seit dem 1. Juli. Heute sind wir bereits mehr als 61.000 Mitglieder und immer mehr Menschen schließen sich jeden Tag an“, berichtete Nati Liuzzi über den Erfolg, den der Tausch von Dingen zwischen Menschen in dieser Zeit der Wirtschaftskrise hat, die durch die Pandemie des neuen Coronavirus stark verschärft wurde.

Wie bei anderen Gruppen im Internet werden in der Gruppe “Cambatodo“ Artikel angeboten, sie gegen andere einzutauschen, ohne Bargeld zu verwenden.

Liuzzi stellte klar, dass es Regeln gibt, um auf der Website zu bleiben. Geld ist nicht als Währung erlaubt, weder Haustiere, Werbeaktionen, Propaganda oder Politik noch Waffen.

Guadalupe Snead, Inhaberin des Cafés “Con Leche y Miel, ist eine von denen Mitgliedern, die bereits unendlich viele Tauschhandlungen über die Plattform ausgeführt hat, und beschreibt die Initiative als “spektakulär“ und “sehr vorteilhaft für diese Zeit des Geld- und Arbeitsmangels“.

„Ich finde es großartig, gute Dinge müssen nachgeahmt werden. Es zirkuliert kein Geld, also schaffen es die Leute, das zu haben, was sie wollen oder brauchen und manchmal sogar anderen zu helfen“, sagte Guadalupe, weil sie weiß, wie schwierig es für viele Menschen ist, in dieser Zeit des Verlusts von Tausenden von Arbeitsplätzen zu überleben.

Wochenblatt / La Nación

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5 Kommentare zu “Tauschhandel der letzte Schrei

  1. DerEulenspiegel

    Corona bedeutet Fortschritt. Dank Corona blühen wieder mittelalterliche Handelssysteme auf. Nur weiter so!

  2. Der Tauschhandel ist das beste Wirtschaftssystem, da es den Diebstahl von Wertschöpfungen mittels Steuern und Abgaben sehr stark begrenzt. Aus diesem Grund versuchen Staaten regelmässig Tauschgeschäfte und die Gewaehrung von Sachleistungen für Arbeitsleistungen zu erschweren.

  3. Irrenhaus-Beobachtungs-Institut

    WEnn wir uns das Beitragsbild so ansehen, scheinen eher Maulkörbe der letzte Schrei zu sein…

  4. Jop. Tauschhandel. Immerhin haben wir im Paragau schon eine Downloadrate von 234 b/sec. Tauschhandel, das passt schon zur Steinzeit. Kann man Bierbücks gegen Streichholz tauschen. Top. Weitermachen.