Die Kerzenmacherin

Asunción: Während der Quarantäne erfinden sich viele Frauen in originellen Unternehmungen. Einige haben ihre Arbeit verloren und suchen deshalb nach einem wirtschaftlichen Absatzmarkt, der Einkommen generieren kann, damit es zu Hause nicht an Brot mangelt. Eine Zahnärztin ist nun Kerzenmacherin.

Kreativität und der Wunsch, vorwärts zu kommen, sind zwei sehr wichtige Ausdrucksformen in dieser Pandemie. Licie Chamorro ist von Beruf Zahnärztin und da sie wegen der Pandemie keine Patienten empfangen konnte, begann sie nach einer Einkommensquelle zu suchen, um ihr Heim zu unterhalten. Sie dachte an die Herstellung selbstgemachter Kerzen, suchte aber nach einer zusätzlichen und sehr besonderen Zutat, dem Sojawachs: Es zeichnet sich dadurch aus, dass es ein nachhaltiges und umweltfreundliches Produkt ist.

„Ich arbeite mit 100% natürlichem Sojawachs, das aus der Pflanze gewonnen wird und daher eine erneuerbare und biologisch abbaubare Quelle ist. Es ist ebenfalls ein nachhaltiges und umweltfreundliches Produkt. Seine Verbrennung stellt keine Gefahr für die Gesundheit dar, ist nicht giftig und erzeugt keinen Ruß. Das Sojawachs verbrennt bei sehr niedriger Temperatur, wodurch die Düfte mehr riechen, da sie nicht verdunsten und somit mehr Aroma abgeben. Wenn es erhitzt wird, wird es flüssig und wenn es abgekühlt ist, kehrt es in seinen festen Zustand zurück. Es lässt sich auch sehr leicht mit Wasser und Seife reinigen“, erklärte Chamorro.

Die Kerzen werden von ihr eine nach der anderen vollständig von Hand gegossen.

Für die Behälter wird Glas in Verschmelzung mit Holz verwendet. Alle sind wiederverwendbar und Chamarro bietet den Service des Nachfüllens an.

Diese Kreativität schafft mittlerweile Arbeitsplätze für viele Landsleute, die durch diese Pandemie auf der Strecke geblieben sind und nicht mehr ihrer ursprünglichen Tätigkeit nachgehen können.

Wochenblatt / ABC Color

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5 Kommentare zu “Die Kerzenmacherin

  1. @Zardoz
    meiner Erfahrung nach sind es hier zumeist die Frauen, die improvisieren und sich neue Verdienstmöglichkeiten erschließen, während die Männer daheim vor dem Haus hocken, Tereré trinken und darüber jammern, daß ihnen das Geld nicht vom Mangobaum aus in den Schoß fällt.
    Nach dem Motto: Gott erhalte mir meine Gesundheit und die Arbeitskraft meiner Frau.

    Mir wäre allerdings nicht aufgefallen, daß die Zahnarztpraxen während der Quarantäne geschlossen gewesen waren

    1. Ja so ist es, die Machos warten bis Mil vom Baum fällt oder gehen auf Diebestour. Die Zahnarztpraxen waren und sind nicht geschlossen. Die arbeiten nur mit halber Kraft, weil der Patient ja ohne Maske behandelt werden muss, was ja ein Risikofaktor darstellt. Alles “ überflüssige“ Personal wird entlassen.

    2. Das liegt daran, dass männer mit solchen scherzen in der regel nichts anfangen. Das sind eben die unterschiede zwischen den geschlechtern. Ist der wolf schlecht weil er in einer vegetarierwelt nicht viel tun kann? Nein, aber es freut ihn sicher wenn die schafe noch extra gelobt werden.

      1. Zardoz, Du bist komplett daneben., eben ein Macho, Hauptsache Du bist gesund und die “ Alte“ hat Arbeit. Du verwechselst etwas, Männer versuchen die Familie zu ernähren, Machos warten darauf, das die ernährt werden und zum nächsten Stoß bereit sind.

  2. Schon wieder frau frau frau. Aber im prinzip kann man ja dann die ande einsparen. Zumindest für kerzenmacherinnen oder auch für erdbeermodels oder gar für erfinnderinnen des tauschhandels?

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