Teure Quadratmeter für die Heimat: Warum Paraguays Malls jetzt auf lokale Marken setzen

Asunción: Während der Auftaktveranstaltung im Shopping Mariscal hob der Minister für Industrie und Handel (MIC), Marco Riquelme (Bildmitte), diesen Fortschritt als Gelegenheit hervor, die heimische Industrie noch näher an die Verbraucher heranzuführen.

Er würdigte die Öffnung der Einkaufszentren für paraguayische Marken unter Berücksichtigung der hohen Anforderungen und Vorschriften, die diese gewerblichen Flächen regulieren. Riquelme wies darauf hin, dass diese Entscheidung es ermöglichen werde, heimische Erzeugnisse – die vom Verbraucher oft gekauft werden, ohne deren Herkunft zu kennen – klar als paraguayisch zu identifizieren.

Der MIC-Minister erinnerte daran, dass eine ähnliche Erfahrung vor elf Jahren in den Supermärkten begann, wo die Kennzeichnung heimischer Produkte Neugier und Vertrauen bei den Konsumenten wecken sollte. Nun bestehe das Ziel darin, dieselbe Botschaft in die Shopping-Center zu tragen: zu zeigen, dass hinter vielen Marken paraguayische Unternehmen und Arbeiter stehen, die in der Lage sind, nach hohen Qualitätsstandards zu produzieren.

Seiner Ansicht nach kann das Entdecken dieser Herkunft den Stolz auf die heimische Produktion stärken und ein Signal des Vertrauens vermitteln. Riquelme erwähnte, dass die Initiative besonders in einer Zeit an Bedeutung gewinnt, in der die Textilindustrie ein Wachstum verzeichnet und neben der Metallverarbeitung, der Lebensmittel- und Getränkeindustrie sowie der Forstwirtschaft zu den vier Schwerpunktsektoren des Ministeriums gehört. In diesem Zusammenhang betonte er, dass dieses Wachstum von technischer Ausbildung begleitet werden müsse, um den Anforderungen der Unternehmen gerecht zu werden und qualifizierte Arbeitskräfte bereitzustellen.

Der Minister hob zudem die Entscheidung der Einkaufszentren hervor, Flächen für die nationale Produktion bereitzustellen – insbesondere angesichts der hohen Quadratmeterpreise in diesen Gewerbeflächen. „Ich bin hier, ich bin Paraguayer, kommt herein und überzeugt euch von der Qualität meiner Arbeit“, fasste Riquelme die Kernbotschaft der Kampagne zusammen. Mit diesem Schritt öffne “Paraguayo como vos“ die Türen der Shopping-Center für die heimische Industrie und verwandle deren Schaufenster in eine neue Plattform für das Talent und die Leistungsfähigkeit des Landes.

Der Präsident des Industrieverbands von Paraguay (UIP), Enrique Duarte (li. im Beitragsbild), betonte seinerseits die Ausweitung der Kampagne auf die Einkaufszentren. Die Initiative ziele darauf ab, das Zugehörigkeitsgefühl zu stärken, den Konsum heimischer Produkte anzukurbeln und zur Schaffung von Arbeitsplätzen sowie Wohlstand im Land beizutragen. „Verbinden, ein Gefühl der Zugehörigkeit schaffen, Konsum generieren und über diesen Konsum Entwicklung und Wohlstand durch Beschäftigung schaffen“, so der UIP-Vorsitzende.

Jorge Mendelzon, Vertreter des Shopping Mariscal, hieß die UIP sowie die UIP Joven willkommen und dankte Industrie- und Handelsminister Riquelme für seinen persönlichen Einsatz für die Kampagne. „Das bietet noch viel Potenzial – vor allem, damit wir Paraguayer unser Land, unsere Menschen und das, was wir produzieren, schätzen und lieben lernen“, erklärte er abschließend.

Wochenblatt / Hoy

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