Tonnen von Müll im Rio Paraguay

Mehrere Tonnen Müll, viele in Plastiksäcken und anderen Behältnissen, schwimmen im Paraguay Fluss, sie tauchten in der Gegend um die kommunale Deponie Cateura auf. Nun bewegen sich die Abfälle stromabwärts Richtung Itá Enramada, Villeta und Pilar. Im Bereich des Cerro Lambaré sammelten sich große Mengen Unrat an, nachdem dieser an überfluteten Häusern, Pfosten und Zäunen hängen blieb, ein erbärmliches Schauspiel der gravierenden Umweltverschmutzung.

Über das Risiko der Verwendung von Flusswasser für die Zubereitung von Speisen besteht keine Gesundheitswarnung aus dem zuständigen Ministerium, entscheidend wäre aber auch, die Küstenfischer an den Ufern des Paraguay Flusses zu informieren, gerade im Bereich zwischen Cateura und Villeta. Nach näherer Inaugenscheinnahme durch Bewohner in dem Gebiet scheint es sich um große Teile von Hausmüll zu handeln, Rucksäcke, Taschen, Toilettenpapier, Windeln etc. schwimmen an der Oberfläche.

Es gab letzte Woche schon Gerüchte, das Hochwasser hätte die Deponie Cateura überschwemmt und dabei seien Abfälle freigesetzt wurden, die Hinweise konnten aber nicht bestätigt werden. Der Flusspegel steigt übrigens beständig weiter an, er liegt im Moment bei 6,78 Meter in Asunción und Experten aus der Meteorologiebehörde sind sich einig, dass die 7 Meter Marke auf jedem Fall bald überschritten wird, mit der Tendenz, weiter anzusteigen. Wenn die Deponie überschwemmt werden sollte dürfte die Umweltkatastrophe Ausmaße wie in Brasilien annehmen, dort brach Ende November ein Klärbecken-Deich in einem Bergwerk.

Quelle: ABC Color

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