Touristen denunzieren Polizeischikane in Pedro Juan Caballero

Ein Fall von Erpressung und Freiheitsberaubung brachten brasilianische Touristen zur Anzeige. Sie sollen von Polizisten aus Pedro Juan Caballero unrechtmäßig behandelt worden sein. Die vier Brasilianer stammen alle aus Cuiabá.

Bei einer Routinekontrolle der Touristen in ihrem Fahrzeug, einem Toyota Corolla, beanstandeten die Polizisten eine gefälschte Fahrgestellnummer. Sie wurden aufgrund dessen sofort verhaftet und hinter Gitter gebracht. Ein weiterer Untersuchungsbericht von Fachleuten am Toyota, der der zuständigen Staatsanwaltschaft übermittelt wurde, stellte aber fest, dass die Fahrgestellnummer nicht gefälscht war. „Wir wurden 24 Stunden zu Unrecht inhaftiert. Man behandelte uns wie echte Kriminelle“, beklagte einer der Brasilianer.

Internen Berichten zufolge soll Inspektor Carlos Cañete derjenige sein, der das Fahrzeug neu untersuchte und keine Unregelmäßigkeiten feststellen konnte. Als “Belohnung“ für diese Arbeit wurde der Beamte sofort in die Hauptstadt Asunción versetzt. Die vier Brasilianer haben Anzeige gegen die Beamten wegen Freiheitsberaubung gestellt. Auch Mitglieder der Handelskammer von Pedro Juan Caballero beklagten die unrechtmäßige Operation, die zu einer Inhaftierung von Touristen führte. Schon des Öfteren kam es in der Vergangenheit zu Vorwürfen gegen Polizeibeamte in der Region. Besucher hatten behauptet, dass sie von Polizisten erpresst würden und Bestechungsgelder zahlen müssten. Kurzzeitig wurden deshalb sogar die Fahrzeugkontrollen von Touristen ausgesetzt.

Quelle: La Nación