Trotz “freiwilliger“ Spenden keine Sicherheit

Die Welle der Gewalt reißt nicht ab in Paraguay. Gestern wurde eine Tankstelle an der Straße Santa Teresa in Asunción überfallen. Viele Kunden waren zugegen. Der Kassier handelte überlegt und vorausschauend.

„Gib mir alles oder du bekommst eine Kugel ab und bist tot“, sagte der Räuber zu dem Tankwart an der Kasse. Er bedrohte ihn mit einer Waffe. Susana Valenzuela ist die Besitzerin der Tankstelle und sagte, es sei das zweite Mal, dass Motochorros sie überfallen hätten. Gegen 19:36 Uhr waren die Täter vor Ort. Einer wartete im Service Bereich. Mehrere Kunden waren zugegen. Er zog trotzdem seine Waffe, bedrohte den Kassier und floh mit einem Komplizen auf dem Motorrad. Die Beute beträgt nur knapp eine Million Guaranies.

Das Opfer leistete keinen Widerstand. Dies rettete ihm wohl das Leben. Valenzuela erklärte, monatlich käme es zu umfangreichen Treibstoffspenden für das 10. Polizeirevier in Asunción um so mehr Präsenz der Uniformierten zu erreichen. Diese wären aber freiwillig.

Carlos Escobar von dem Revier bestätigte, dass es zu Spenden zwischen 100.000 und 200.000 Guaranies monatlich käme, auch bei mehreren anderen Tankstellenbesitzern. Er bestritt aber spezielle weitere Dienstleistungen dafür auszuführen.

Quelle: ABC Color

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1 Kommentare zu “Trotz “freiwilliger“ Spenden keine Sicherheit

  1. 100.000 und 200.000 Guaranies monatliche Spenden von Treibstoff an die Polizei. Ja, die Polizisten leben auch nicht mehr im Jahre 1985. Tipp: Die Tankstellenbetreiber sollten noch drei Nullen an die Spenden hängen, dann fahren die Patrulleras 24 Stunden um die Tankstelle.