Über was soll man denn reden?

Asunción: Es sind noch keine zwei Wochen seit der Amtsübergabe vergangen und schon fühlt sich ANR Parteipräsident auf verlorenem Posten. Er sucht Kommunikation, jedoch vergeblich. González Daher wäre der Schlüssel.

Bevor Cartes’ Wahl auf Pedro Hercules Alliana fiel, um die Partei zu präsidieren war er ein unbedeutender Abgeordneter aus einem unbedeutenden Departement. Nach der Amtsübergabe scheint er Selbstgespräche zu führen.

Während die Abdo Anhänger sowie die Opposition versuchen Óscar González Daher aus seinem Amt zu drängen, erkennt Alliana dahingehend keinen Handlungsbedarf, sondern ruft zum Dialog mit der Regierung. Óscar González Daher wird für die ANR zu einem größeren Problem als gedacht. Die Geldbewegungen der Familie übersteigen Haushaltspläne der Regierung für diverse Sektoren und lassen keinen Zweifel, dass dabei nicht alles mit rechten Dingen zugeht – von insgesamt 8 Billionen Guaranies ist laut dem Sekretariat zur Prävention von Geldwäsche die Rede, eine 8 mit 12 Nullen oder 1,23 Milliarden Euro. Damit wäre die Familie mit ihrem Imperium gleichzusetzen mit den wichtigsten und einflussreichsten Familien des Landes.

Einige hundert Menschen protestieren seit Wochen vor dem Haus von Óscar González Daher. Dank der gedachten Hausdurchsuchung, der vermuteten Steuerhinterziehung und der Geldwäsche – muss ein Immunitätsentzug her, der für die einfache Ausübung der Tätigkeit als Senator keine Not tut. Wenn endlich etwas Unterstützung von Seiten der noch Cartes-Anhänger kommen würde, könnte man wieder hoffen, dass Óscar González Daher’s Kollegen nicht nur für sich regieren sondern tatsächlich das Volk repräsentieren. Jeder Tag der ohne Resultat vergeht, kostet Kraft, kostet Nerven und verhindert trotzdem nicht das Unausweichliche.

Wochenblatt / La Nación / Abc Color

CC
CC
Werbung

Bitte achten Sie darauf, dass Ihre Kommentare themenbezogen sind. Die Verantwortung für den Inhalt liegt allein bei den Verfassern, die sachlich und klar formulieren sollten. Kommentare müssen in korrekter und verständlicher deutscher Sprache verfasst werden. Beleidigungen, Schimpfwörter, rassistische Äußerungen sowie Drohungen oder Einschüchterungen werden nicht toleriert und entfernt. Auch unterschwellige Beleidigungen oder übertrieben rohe und geistlose Beiträge sind unzulässig. Externe Links sind unerwüscht und werden gelöscht. Beachten Sie, dass die Kommentarfunktion keine garantierte oder dauerhafte Dienstleistung ist. Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung oder Speicherung von Kommentaren. Die Entscheidung über die Löschung oder Sperrung von Beiträgen oder Nutzern die dagegen verstoßen obliegt dem Betreiber.

5 Kommentare zu “Über was soll man denn reden?

  1. Simplicus-Manni

    Wenn Daher und seine Komplizen nichts zu befürchten hätten, dann würden sie sogar freiwillig auf den Immunitätsschutz verzichten um ihre Unschuld beweisen zu können. Doch genau das fürchten sie wie der Teufel das Weihwasser. Damit ist im Grunde alles gesagt. Unter dem Deckmantel der Immunität werden in diesem Lande Diebstahl am Volkseigentum (Steuermittel) begangen ohne Skrupel, ohne Anstand, ohne Moral. Für diese Leute ist der Staat, ihr Amt und ihre Funktion im Staate, nichts anderes als sich frei nach Belieben zu bedienen. Hoffentlich setzt sich diese Erkenntnis immer mehr durch!

  2. Konsequent wäre mal, wenn alle, die mit GD zu tun haben, sich distanzieren. Auch die Haushaltshilfen und Gärtner. Mich ärgert es, dass so viele zu dem halten. Aber wer gemeinsam krumme Dinger gedreht hat, den kann man nicht einfach verpfeifen, da Verrat in diesen Kreisen mit Mafiamethoden bestraft werden. Zeugenschutzprogramm gibt es hier nicht.

    Manni hat natürlich Recht. Wenn er ein reines Gewissen haette, wuerde er zuruecktreten. Aber seine Deliktenliste ist mit Sicherheit so lang, wie der Duden Eintraege hat. Solche Leute muss man auf das Haerteste bestrafen, sonst wird es noch viele weitere Nachahmer finden.

  3. Hier wäre wirklich mal ein eine Übungsperson für die EPP frei.
    Aber dafür sind die alle vielzu feige. Die hängen doch noch mehr am Korruptionstropf als andere.