Überfall dauert mehr als 8 Stunden: Täter gibt Opfer nach Schussverletzung sogar Schmerzmittel

Ciudad del Este: Momente des Schreckens erlebte eine Familie bei einem Überfall, der mehr als acht Stunden dauerte, im Bezirk Yguazú, Departement Alto Paraná. Einer der Täter soll ein Opfer versehentlich angeschossen und ihm anschließend ein Schmerzmittel verabreicht haben.

Fünf maskierte Verbrecher, alle mit Schusswaffen in der Hand, drangen am Dienstagabend dieser Woche gegen 19:30 Uhr in ein Haus bei Kilometer 45, 3.000 Meter von der Route PY02, im Bezirk Yguazú, Departement Alto Paraná, ein, um einen Raub zu begehen.

Den Angaben zufolge handelte es sich bei den Opfern um Luk Willans Ryuma Sugahara, 25, der eine Schusswunde am linken Bein erlitt; seine Frau, Nathalia Raquel Benítez Velázquez, 24 und seine beiden Kinder im Alter von 4 sowie 7 Jahren.

Ein weiterer Betroffene bei dem Überfall ist Fredy Argüello Ayala, 33, ein Angestellter, der der Nationalpolizei sagte, sein Chef habe das Haus mit einem Fahrzeug verlassen und sei dann ausgestiegen, um das Tor zu schließen, als er von den Verbrechern bedroht und gefesselt worden sei.

Als Sugahara mit den Tätern wieder zum Anwesen zurückkam, sperrten die Verbrecher alle Anwesenden achteinhalb Stunden lang in einen Raum ein, während sie Haushaltsgeräte, Handys, eine Schrotflinte, deren Einzelheiten unbekannt sind und Bargeld mitnahmen, deren Summe auch noch nicht feststeht.

Den Ermittlern zufolge suchten die Kriminellen nur nach Geld, weil die Familie auf dem Grundstück ein Silo hat und in den letzten Tagen drei Ladungen verkaufte; das Geld dafür aber noch nicht erhalten hatte.

Die Männer ließen sich Zeit bei der Geldsuche, sie bereiten sogar Mahlzeiten vor. Einmal begleitete einer von ihnen Sugahara auf die Toilette. Als sie zurückkamen und sich hinsetzten, löste sich plötzlich ein Schuss aus der Waffe des Räubers, wobei das Projektil das Opfer in einem Bein traf. Die Täter gaben ihm dann sogar ein Schmerzmittel.

Schließlich verließen die unbekannten Personen gegen 04:00 Uhr morgens am Mittwoch den Tatort und der Verletzte wurde von einem Verwandten in das Sanatorium Manuel Riveros in Ciudad del Este gebracht.

Die Kriminellen raubten einige Handys und Geräte, die sie aber schließlich wieder auf dem Grundstück zurückließen. Die Kriminalpolizei aus Juan León Mallorquín war am Tatort zugegen. Der Fall liegt in den Händen des Staatsanwalts Miguel Alvarenga.

Wochenblatt / Ultima Hora

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