Unter Cartes gingen die Direktinvestitionen zurück

Asunción: Auch wenn es im vergangenen Jahr einen geringen Zuwachs gab, verringerten sich die Direktinvestitionen aus dem Ausland unter der Cartes Regierung spürbar trotz seiner offenen Einladung an alle.

„Nutzt und missbraucht Paraguay“, sagte Präsident Cartes vor brasilianischen Investoren im Jahr 2014, um sie zu animieren Geld in Paraguay zu investieren und von den steuerlichen Vorteilen Gebrauch zu machen

Auch wenn es eine offene Einladung an die Investoren der Welt war, nicht zu vergessen, die unzähligen Investorengipfel im Inland wie im Ausland, scheint nicht solche Früchte getragen zu haben, wie man den Wählern weiß machen will. Die Nummern der Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik (Cepal) zeigen einen klaren Rückgang auf.

Laut dem letzten Bericht erlebte Paraguay eine Steigerung von 5% im Jahr 2016 im Vergleich mit 2015. Nichtsdestotrotz sind die Nummern viel geringer als in den Jahren 2010 – 2012 unter der Lugo und Franco Regierung. Vor sieben Jahren lag die Direktinvestition für Paraguay bei 462 US-Dollar während im darauffolgenden Jahr 581 Millionen US-Dollar erreicht wurden. Der Rekord wurde jedoch im Jahr 2012 erreicht mit 697 Millionen US-Dollar.

Im Jahr 2013 waren es dann nur noch 252 Millionen US-Dollar. In 2014 stieg die Direktinvestition auf 382 Millionen US-Dollar und 2015 sank sie wieder auf 260 Millionen US-Dollar.

Unter der Lugo Regierung siedelten sich die Sojariesen ADM und Cargill an und investieren in ihre Anlagen in Villeta. Allein dahin flossen rund 300 Millionen US-Dollar. Der Wirtschaftsexperte Amilcar Ferreira ist sich sicher, dass keineswegs die Resultate erreicht wurden, die die jetzige Regierung anstrebte. Außerdem half die gescheiterte Wiederwahlkampagne auch nicht, um politische Stabilität im Ausland glaubwürdig zu vermitteln. Unter Cartes kam es hauptsächlich zur Ansiedlung von Maquila Unternehmen, die zwar keine großen Investitionen tätigen aber dafür viele Arbeitsplätze mit sich bringen.

Wochenblatt / Última Hora

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8 Kommentare zu “Unter Cartes gingen die Direktinvestitionen zurück

  1. „Beruhigen“!!,mit sehr viel Geld kann man hier alles (Notare ,Anwälte Richter,Partei, usw),-dies sagte mir ein
    wirklich guter Paraguayischer Freund,der mich niemals enttäuscht hat.
    In all den Jahren die ich hier lebe,fand ich seine Worte wohl Wahr.

  2. Sehr gute Artikkel! Ich denke richtig seriös – ich meine wirklich seriöse Geschäftsleute schicken ihre Soezialisten voraus. Dass wie in BRA auch in anderen Südamerikanische Länder krise herscht, und unsicherheiten sich häufen ist Tatsache. Aber vor einige Monaten hatte Cartes in CDE einen Spielwarenfabrik eingeweiht /gesponsert durch BRA Leute/ und plötzlich gab es einen Stromaussfall… das ist ja in vielen Ecken tagtäglich, die einheimische und wir dachler sind das mitlerweile gewohnt, aber wenn eine viel Geld investieren will und nicht mal auf ständiges Strom sich verlassen kann, dann denkt der um.
    Genauso wie im Ländlichen gebieten sind oft Spottbillige terrenos hecktarweise zu verkaufen, aber wenn es kein Infrastruktur gibt un die ware abzuliefern dann überlegt man da auch. Zwar ich sehe bei der costanera nicht viel gutes für die einwohner von asuncion /kaum belauchtet, kaum sicherheit, schöne strand an einen dreckigen fluss wo man nicht baden kann etc/ aber so habe ich es wahrgenommen an den ländlichen gegend sind doch mehrere strassen gebaut worden. Nur einheimische investition an der infrastruktur kann mehr grossinvestoren und touristen in das Land locken.

    1. Ob die Costanera nun gutes für Grossasuncion bringt… darüber kann man streiten. Aber definitiv hat der Bau der Costanera Teil Eins für die Anwohner der Zone, Chacarita nur Lasten gebracht. Natürlich ist es klar warum der Staat beim Fertigstellen der Strasse eine kleine Mehr Investition in Schleusentor und Wasserpumpen nicht in betracht gezogen hat um das angrenzende Viertel vor Hochwassern zu schützen. (Im folgenden Jahr wären diese Kosten durch Ausfallen von Nothilfekosten wieder eingespart worden). Es ist natürlich ungünstig ein Armenviertel mit all seinen Problemen direkt neben dem Prestigebau der Costanera zu haben. Leider passiert das Gleiche jetzt im Nordbanado, wo die Strasse mitten durchs Viertel gebaut wird, ohne den Vorschlag der Bevölkerung, sie in einen Damm zu verwandeln zu berücksichtigen, und ohne gross die Versprechen an die betroffene Bevölkerung einzuhalten.
      Das gleiche ist für den Südbanado geplant, auch dort, die Bevölkerung und ihr Vorschlag, der logischer, billiger und vor allem gerechter wäre wird stoisch ignoriert. Ein ganzes funktionierendes Stadtviertel soll gebulldozt werden… unnötigerweise, um eine Auffüllung tu tätigen, obwohl ein Damm billiger wäre. Warum? Damit Platz frei wird, um ausländische Investoren anzusiedeln. Und zwar ohne jegliche Rücksicht auf die Wünsche der betroffenen Bevölkerung die dort seit Jahrzehnten wohnt und arbeitet.

      https://kuestenstrasseinside.blogspot.com/2017/08/die-zone-die-das-projekt-kustenstrasse.html

  3. „Unter Cartes kam es hauptsächlich zur Ansiedlung von Maquila Unternehmen, die zwar keine großen Investitionen tätigen aber dafür viele Arbeitsplätze mit sich bringen.“

    Das ist der Wichtigste Satz.
    Soja Konzerne, die ihr Gensoja hier anbauen, die Umwelt belasten und kaum Steuern zahlen sind kein Gewinn für das Land.
    Arbeitsplätze auf der anderen Seite helfen den Menschen. Arbeitsplätze ist das, was das Land wirklich braucht.

  4. Nachsatz zum thema Sojariesen: Im April 2013 wurde Cartes zu Präsident gewählt… Im September 2013 das „Ministerio de Agricultura“ autorisiert Monsanto Paraguay „mit Gensoja zu experimentieren“. Ich denke das ist ganz im Sinne seiner Aufforderung zu nutzen und missbrauchen…..
    Vermutlich schafft es dies nicht in die obige Rechnung, weil dem Monsanto ein Paraguay nachgestellt wurde… aber diese Handlung im September 2013 hat wenig Arbeitsplätze und viel Leid geschaffen in den Ländlichen Zonen. Und damit wurde das Fundament gelegt anderen Länder in die „Monsantofalle“ zu folgen.
    https://youtu.be/naK94oQO7T4

    1. GVO ist ein Thema, welches selbst unter Wissenschaftler sehr kontrovers diskutiert wird. Leider betreiben beide Seiten sehr fragliche Kampagnen. So oder so wird Monsanto wohl bald Bayer sein. Pecunia non olet.

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