USD weiter im Aufwärtstrend und der Guarani verliert immer mehr an Wert

Asunción: Der US-Dollar begann diese Woche im Verkauf mit einem Kurs von 6.210 Guaranies und weist weiter einen starken Aufwärtstrend auf. Letzte Woche lag der Wert des USD noch bei 6.180 Gs.

Es sei daran erinnert, dass die Zentralbank von Paraguay (BCP) im März insgesamt 113,6 Mio. USD auf den Markt platzierte, viel höher als im Februar mit USD 25,7 Mio., aber immer noch unter dem Wert von 129,9 Millionen USD im Januar.

Die Fremdwährungskäufe, die von der Mutterbank getätigt wurden, beliefen sich im dritten Monat dieses Jahres auf USD 50,4 Mio., im Februar lagen sie sie jedoch bei null und im Januar waren es USD 88 Mio.

In Bezug auf einige Perspektiven wie die der “Development Democracy Foundation“ (Dende), die den Kurs des USD bei 6.300 Guaranies oder vielleicht 6.400 Gs. platziert hat, erklärte der Leiter der Zentralbank von Paraguay (BCP), José Cantero, letzte Woche auf einer Pressekonferenz, dass man zu diesem Zeitpunkt erst abwarten müsse, wie sich die Inflation entwickle.

„Der Markt sagt viel aus, aber eine Prognose ist nur eine Prognose. Vielleicht wird der Kurs vom USD sogar Ende 2019 wieder sinken“, sagte Cantero, während andere Experten eher von einer wohlwollenden und beschönigenden Aussage des Leiters der BCP sprechen.

Dem Bericht der BCP zufolge war 2018 ein schwieriges Jahr aufgrund der Währungskrise in Argentinien. Die internationalen Reserven lagen damals bei USD 8.150 Millionen und das Jahr schloss mit einem Wert von USD 8.000 Millionen.

„Wir haben unsere Reserven praktisch gehalten und der Wechselkurs war einer der am wenigsten abgewerteten. Die Währung verhält sich normal und die BCP ist auf dem Markt präsent, um schädliche Bewegungen zu vermeiden“, sagte Cantero.

Nach Angaben der BCP lag die Abwertung der Währung Guarani gegenüber dem US-Dollar im Jahr 2018 bei 7%.

Wochenblatt / Ultima Hora

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12 Kommentare zu “USD weiter im Aufwärtstrend und der Guarani verliert immer mehr an Wert

  1. ja viel soja und viel luft und miese politik vereint macht halt genau das … paraguay muss nur aufpassen das nicht das gleiche wie in argentinien passiert und dann der guarani auf einmal bei 120.000 steht, dann haben die anzeigen nen überlauf looool

  2. So viel Manipulation um eine sterbende Währung aufzublasen? Die USA steigt ab und wird fallen, da sie nichts ausser Waffen produzieren? Ich denke, diese Nation sollte isoliert und vom Welthandel ausgeschlosen werden, dann würden diese Leute vielleicht mal aufwachen? Per Definition sind die USA der einzig echte Terrorstaat der Welt, würd man auch leicht sehen ,wenn man wollte? ..und nun los, verteidiger der „freien“ Welt, fallt über mich her 😉

    1. Es gibt bestimmt viele, die Deiner Meinung sind. Und ich hoffe sehr, dass niemand über Dich herfällt. Inzwischen sollte jeder klar sehen können, wer die USA ist und was sie tut. Genug Aufklärung gibt es ja im Internet. Aber auch so spricht es sich rum. Und ich glaube, dass man sich nicht traut, die USA zu isolieren. ….Und es ist zu sehen, dass die USA in Südamerika sehr aktiv ist, leider.

          1. ….die trinken aber nur Terere und wüssten gar nicht, wie und womit man Bomben schmeißt.

  3. „Der Markt sagt viel aus, aber eine Prognose ist nur eine Prognose“, “Vielleicht“ usw. Ja, auch die Experten haben studiert in Amerika, wenigstens einen Tag öffentliche Vorlesung, immerhin.

  4. Ob in Paraguay der Begriff Hedgefond bekannt ist? Für einen großen Hedgefond ist es ein leicht die Währung eines Zwergs wie Paraguay in jede gewünschte Richtung zu manipulieren und im geeigneten Moment Kasse zu machen.

    1. Der Guarani wird nicht international gehandelt und deshalb für Hedgefonds uninteressant. Der Wechselkurs wird lokal durch Angebot und Nachfrage hauptsächlich durch die Zentralbank von Paraguay festgelegt. Da die Devisenreserven Paraguays relativ sehr hoch sind besteht keine Gefahr großer Abwertung. Da die Währungen der beiden großen Nachbarländer gegenüber dem Dollar stärker verloren muss Paraguay etwas nachziehen um den Export zu fördern und den Schmuggel aus den Nachbarländern nach Paraguay zu erschweren.

    2. Hedgefons kaufen kein Bares.
      Hedgefons, besser bekannt als Heuschrecken, investieren in Unternehmen, dann werden diese „gesundgeschrumpft“ und gewinnbringend verkauft.
      Es sei denn, sie kaufen Staatsanleihen, dann könnte es hier so ausgehen wie in Argentinien.
      Die ersten PY-Staatsanleihen sind 2023 fällig. Staatsanleihen sind nicht so schlecht wie mancher denkt.
      Das Geld müsste allerdings gewinnbringend, d.h. in Infrastruktur angelegt wrden, damit davon auch die Wirtschaft in Schwung kommt. Dass das hier so ist, kann ich leider nicht erkennen, vielmehr habe ich den Eindruck, dass die Erkenntnis, dass man Staatsanleihen bei Fälligkeit auch zurückzahlen muss vollkommen fehlt.

  5. Kuno Gansz von Otzberg

    Antworten

    Wenn der Guarani nicht international gehandelt wird (siehe Hedgefonds spekulationen) dann wird der Guarani direkt durch den Wert der Exportartikel Paraguays bestimmt. D.i. Fleischpreis und GMO Agrarprodukte und das wars dann auch schon.
    Wenn die Exporte schwaecheln durch Ueberteuerungen (Brasilien und Argentinien sind billiger) oder geringere Quantitaeten der Exporte, dann gibt es weniger physische Dollars im Land bei gleichbleibender Nachfrage – und auch das Ausland sieht den Guarani als weniger Wert an da ja weniger Exportiert wird.
    Das scheint den Dollarkurs hochzutreiben.
    Man erinnere sich an die Zeiten vor dem Fleischboom und Soyaexportschlager in den 1990gern wo der USD oft dramatisch stieg da eben mehr importiert wurde als man dem Ausland lieferte in Exporten – Dollarkurse von 8000 Gs/USD gab es oft. Die Finanzkrise 2007/2008 liess den Dollar dann auf etwa 3000 Gs/USD fallen wovon er sich jetzt langsam „erholt“.
    Vor allem die staendigen Mindestlohnanhebungen verteuern langsam dieses Land gegenueber dem Ausland – dasselbe Spiel wie in den Suedstaaten der Europaeischen Union. Die Italiener und andere Suedstaatler gaben sich sofort eine saftige Gehaltserhoehung als sie erst man seid dem Euro an niedrige Schatzbriefzinsen kamen wobei zu gleicher Zeit der Industrielle Sektor auch mit den Gehaeltern nachziehen musste und sich „aus dem Geschaeft preiste“ weil eben die Deutschen sich keine Lohnerhoehungen goennten und so billigeren Produkte exportieren konnten als die meisten der Suedstaaten der EU.
    Denselben Weg wie die Suedstaaten geht Paraguay auch – sind ja schliesslich auch Lateiner genau wie die Spaghettis, Ole–ole-ola’s, Franzmaenner, u.a.

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