Verkehrspolizisten aus Asunción treten in den Streik

Asunción: Nach einer Versammlung der Bediensteten der städtischen Verkehrspolizei (PMT) von Asunción haben die Uniformierten beschlossen, zu “streiken”. Sie behaupten, dass sie der Bestechung beschuldigt werden, aber nichts gegen die mehrfachen Aufforderungen von Stadträten zur Freigabe von Fahrzeugen unternommen wird. Darüber hinaus behaupten sie, dass sie für Parxin “umsonst” arbeiten müssten und verlangen in diesem Sinne 10 % der Einnahmen.

Am vergangenen Freitag trafen sich die Vertreter der PMT von Asunción zu einer Versammlung, um den Beginn eines Streiks ab diesem Montag festzulegen. Sie versicherten, dass sie in fast allen Diensten “streiken” werden, mit Ausnahme der „Wächter vor Schulen”.

In einem veröffentlichten Video verkündet Gladys Galeano, Präsidentin der Gewerkschaft der Stadt Asunción (Simuca), dem Direktor der PMT, Marcos Maidana, die Entscheidung der Versammlung, den Streik heute Morgen zu beginnen.

Die Verkehrsbeschäftigten beanstandeten, dass sie “für jedes Video” vorgeladen und bestraft werden, aber nichts mit den Stadtratsmitgliedern geschieht, die anrufen und die Freigabe der Fahrzeuge aus dem Abschlepphof fordern. “Die alten Praktiken der Freigabe von Fahrzeugen durch Stadträte sind wieder da”, sagen sie.

Die PMT-Vertreter verlangen eine prozentuale Beteiligung an den Parkgebühren.

Andererseits verlangen sie einen Zuschlag für die Arbeit an Samstagen und beschweren sich darüber, dass sie mit dem Parxin-Konsortium auf dem gebührenpflichtigen Parkplatz in Asunción zusammenarbeiten müssen. “Wenn wir schon für dieses Unternehmen arbeiten, das die Gemeinde und die Bürger bestiehlt, dann sollen sie uns wenigstens 10% der Einnahmen geben”, sagte Galeano auf der Versammlung.

Wir haben versucht, den Direktor des PMT und auch den Gewerkschafter zu kontaktieren, aber wir haben keine Antwort erhalten. Laut einem Kommuniqué sind heute nur die Verkehrsbeamten im Einsatz, die an den PMT-Stützpunkten Dienst haben sollen.

Wochenblatt / Abc Color

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5 Kommentare zu “Verkehrspolizisten aus Asunción treten in den Streik

  1. Eine seltsame Kultur herrscht hier zuweilen:
    Schmuggler, Schwarzhändler und Steuerhinterzieher beschweren sich, wenn man sie in ihren kriminellen Handlung beschränken oder gar dafür bestrafen will.
    Verkehrspolizisten streiken, wenn man ihnen ob ihrer korrupten Handlungen auf die Finger klopfen will.
    Politiker und Juristen verdrehen anderen die Wort im Munde und stellen das Recht auf den Kopf.
    Offfensichtlich befinden sich viele Menschen mit den Begriffen Anstand und Moral auf dem Kriegspfad und können mit Begriffen wie Rechts- und Unrechtsbewußtsein überhaupt nichts anfangen. Aber alle pochen auf “ihre Ehre”.
    Frage mich wirklich, wie ist so etwas möglich unter angeblich gebildeten Menschen?
    Wer oder was hat da in deren Erziehung versagt?

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    1. Der Psychoanlaytiker Hans-Joachim Maaz beschreibt sehr gut die aktuelle Gesellschaft: Narzisstisch und gefühlsunterdrückend. Es gibt ein Wort, welches er kreirt hat: Normopathie. Ein gesellschaftlich anerkanntes, normales Bild, wie jemand zu sein hat, aber gesundheitlich für die Psyche schadhaft. Ein falsches Leben sozusagen.
      Zum Beispiel wird auch in Paraguay von gebildeten Frauen nach der Entbindung erwartet, so schnell wie möglich ins Arbeitsleben zurück zu gehen. Da diese unzweifelhaft immer stressiger wird, kommt eine Mutter den wirklich wichtigen Aufgaben einer guten Erziehung ungenügend nach. Das färbt auch auf die Väter ab. Es wachsen Kinder heran, die keine Disziplin und Anstand kennen, absolut gleichgültig vieler Dinge gegenüber sind und nur Geld/Konsum das höchste Glücksgefühl darstellt.
      Und das in Kombination mit dem Mitläufertum, welches es immer schon gab und du hast Menschen, die keine eigene Meinung haben und wirklich nur das tun, was die höher gestellten Leute machen und durch fehlende Werte nur auf ihre eigenen Vorteile bedacht sind.

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  2. Die Abzocke der Polizei kann man nicht damit rechtfertigen, dass die Politiker auch korrupt sind.
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    Sie wollen 10% Beteiligung an den Parkgebühren……na sowas, wollen die dann auch 10% der Einnahmen, weil sie vor den Biggie-Märkten Wache schieben müssen?
    Anders herum wird ein Schuh draus. Sowohl Cartes mit seinen Biggiemärkten als auch der Parkservice müssen selbst für die Sicherheit ihres Unternehmens sorgen. Polizisten sind keine Security und solten nicht dafür mißbraucht werden.
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    Außerdem ist der Samstag ein normaler Arbeitstag.
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    Aber stimmt schon, Polizisten verdienen zu wenig. Es kann nicht sein, dass das Einstiegsgehalt eines Polizisten beim Mindestlohn liegt und er davon auch noch seine eigene Waffe kaufen muss.
    Allgemein denke ich, dass bei allen Angestellten vom Staat es so große Verdienstunterschiede zwischen den unteren Rängen und der oberen leitenden Spitze keine so gewaltigen Lohnunterschiede geben dürfte.
    Der kleine Soldat muss genauso viel essen und braucht genauso Kleidung und muss seine Kinder ernähren, wie der oberste General. Es ist nicht richtig, dass der General so viel verdient wie eine ganze Gruppe seiner Soldaten. Und diese Diskrepanz besteht in allen öffentlichen Betrieben. Solange der Steuerzahler die Löhne bezahlt, muss die Lohnverteilung auch sozial gerecht sein.

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  3. Na dann sollten wir jetzt alle schnell nach Asunción fahren, wenn wir etwas zu erledigen haben oder einkaufen wollen.
    Da kämen wir dann vielleicht mal unbelästigt von diesen Polibandidos hin und zurück.
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    Es ist schon frech, wie die argumentieren.
    Sie beschuldigen die Autofahrer fälschlich, ein Verkehrsdelikt begangen zu haben, drohen mit horrenden Bußgeldern und/oder Abschleppwagen, beschädigen die Fahrzeuge und verlangen Coima.
    Und beklagen sich dann rotzfrech, wenn sie dafür zur Verantwortung gezogen werden sollen.
    Wobei das wohl sehr selten der Fall sein dürfte.
    Denn sie machen dies ja auf Befehl ihrer Vorgesetzten, die sie jeden Morgen auf die Straße schicken und ihnen eine Summe vorgeben, die sie dann abends abliefern müssen, um nicht entlassen zu werden.
    Der Fisch beginnt immer am Kopf zu stinken.

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